Gescher
„Wunderkind“ gilt als große Hoffnung

Gescher (sk). Es sind nur noch wenige Tage, bis der 8. Münsterland-Sternlauf zugunsten der Kinderkrebshilfe startet. Am Samstag (27. Juli) starten die Läufer unter anderem in Stadtlohn.

Dienstag, 16.07.2019, 09:22 Uhr
Die ärztliche Leiterin der Kinderkrebsstation, Professorin Rössig, erläutert Jürgen Jendreizik, dem Vorsitzenden des Vereins Läuferherz, die Funktion des Gerätes („Wunderkind“), das an einer speziellen Form der an Leukämie erkrankten Kinder zum Einsatz kommt. Foto: Läuferherz

Ziel ist das Campus-Gelände in Münster. Bei diesem Lauf kann jeder Mitläufer an den einzelnen Wechselstationen ein- oder aussteigen. Die Etappe West führt von Stadtlohn kommend über Gescher, Tungerloh, Goxel, Coesfeld, zum Kloster Gerleve in Billerbeck und dann weiter nach Münster

Ein wichtiges Treffen zwischen dem Verein „Läuferherz“ und Professoren und Ärzten der Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Münster fand in diesen Tagen statt.

Seit kurzem verfügt die Station über ein neues Gerät zur Zellerneuerung, das sie als „Wunderkind“ bezeichnet und dessen enorme Anschaffungskosten ausschließlich aus Spenden getragen werden, die der Verein „Läuferherz“ zum Teil schon gespendet hat oder noch sammeln muss.

Dieser großen Herausforderung und Verantwortung stellt sich der Verein, und so wurde während einer Präsentation des wegweisenden Gerätes die Patenschaft dem Verein übertragen und durch den Vorsitzenden, Jürgen Jendreizik, dankend angenommen.

Die ärztliche Leiterin der Kinderkrebsstation, Professorin Rössig, erläuterte die Funktion des Gerätes, das an einer speziellen Form der an Leukämie erkrankten Kinder zum Einsatz kommt.

Durch genetische Veränderung werden Abwehrzellen aus dem Blut erkrankter Kinder so verändert, dass sie die Leukämiezellen als gefährlich und fremd erkennen und gezielt abtöten.

Die Zellen müssen gereinigt, mit einem Sensor, dem sogenannten „chimeric antigen receptor“, oder kurz „CAR“, ausgestattet und im Labor vermehrt werden.

Am Ende dieses zehntägigen Arbeitsprozesses wird das veränderte Blut dem Patienten durch Infusion zugeführt.

In Münster konnten bisher an der noch laufenden Studie mehrere Kinder teilnehmen und zwei Patienten sehr erfolgreich behandelt, fast geheilt, werden.

Ihnen wird durch dieses neue Therapieverfahren eine aufwändige Knochenmarktransplantation erspart, die mit Nebenwirkungen und unabsehbaren Gefahren verbunden ist.

Zum Schluss dieser Patenschaftsübergabe bedankte sich Jendreizik für das Vertrauen und versicherte, dass der Verein alles in Bewegung setzen wird, um auch weiterhin reichlich Spenden zu sammeln, sodass der Spendenfluss die Finanzierung des Gerätes gewährleistet oder in Zukunft ein weiteres angeschafft werden kann.

Der Verein „Läuferherz“ bittet um Spenden, um das Leid der krebserkrankten Kinder zu mildern und sie auf dem langen Weg der Besserung und Gesundung zu unterstützen.

Spendenkonto: Läuferherz Sparkasse Münsterland-Ost: IBAN: De 4005 0150 0135 8520 51.

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