Birgit Hedemann veröffentlicht Kurzgeschichte „Noch 48 Stunden“
„Ich schreibe das, worauf ich Lust habe“

Billerbeck. Die Figuren, die in ihrem Romanen agieren, entwickeln sich während des Schreibprozesses. „Dabei lernen sie sozusagen laufen“, erzählt Birgit Hedemann. So wie die beiden Protagonisten und Kommissare Jürgen Potthoff und Daria Hohmann in „Noch 48 Stunden“. Es ist eine Kurzgeschichte. Ein Krimi. Und der gehört zu den 30 besten Geschichten, die im Rahmen einer Anthologie des Noel-Verlages erst kürzlich veröffentlicht wurden. Für eine Kurzgeschichten-Ausschreibung des Verlags hat die Billerbeckerin den Krimi geschrieben. Einen Treppchenplatz gab es für Birgit Hedemann zwar nicht, „aber ich habe mich sehr gefreut, dass ich überhaupt dabei bin“, sagt sie. „Es sind gute Geschichten dabei. Es war eine gute Konkurrenz.“

Samstag, 11.01.2020, 11:18 Uhr
Autorin Birgit Hedemann hat ihre zweite Kurzgeschichte beim Noel-Verlag veröffentlicht. Foto: Stephanie Sieme

Es ist eine fiktive Geschichte, die sich unter anderem im Polizeipräsidium am Friesenring und in der Rechtsmedizin in Münster abspielt. Kommissar Jürgen Potthoff wird in 48 Stunden pensioniert. In der Kantine des Polizeipräsidiums trifft er auf seine Kollegin und Nachfolgerin Daria Hohmann, die ihm von einem Fall erzählt. In einem Seniorenheim ist eine Person ermordet worden. Potthoff kennt das Opfer. Und ihm bleiben nur noch 48 Stunden, um den Fall zu lösen.

Der Rechtsmediziner in diesem Krimi trägt den Nachnamen Bürne. „Angelehnt an den Münster-Tatort mit Boerne. Ich wollte, dass die Geschichte Münster-Kolorit kriegt“, erklärt Brigit Hedemann.

Im Januar 2019 hat sie von der Ausschreibung des Verlages erfahren, im Mai hat sie ihren Kurzkrimi eingereicht. „Wenn meine Geschichte fertig ist, lasse ich sie vier bis sechs Wochen ruhen. Ich habe auch Testleser. Die schauen noch einmal mit einem ganz anderen Blick drauf“, so die Autorin. Es ist nicht die erste Kurzgeschichte, die die Billerbeckerin im Rahmen einer Anthologie veröffentlicht hat. 2018 ist „Münsterlandmörder“ im Verlag „Romantruhe“ erschienen. Ihren ersten Roman hat Birgit Hedemann erst im vergangenen Sommer veröffentlicht. „Emily – ein Billerbeck-Roman“. Und gerade hat die Domstädterin eine weitere Kurzgeschichte, dieses Mal eine Heldengeschichte, bei einem Verlag eingereicht. „Da habe ich noch keine Rückmeldung. Aber das kann auch mehrere Monate dauern“, erzählt sie. „Ich schreibe das, worauf ich Lust habe.“ Kurzgeschichten würden für den Moment unterhalten. „Das ist für viele Leute vielleicht eine gute Alternative zu einem Roman“, so die Autorin. Um Lesestoff in den Alltag zu integrieren. Die Billerbeckerin ist aber schon am nächsten Roman dran. „Den habe ich schon vor ‘Emily’ geschrieben. Ich verfasse ihn noch einmal neu“, erzählt sie. „Das ist meiner Meinung nach ein Thriller. Es kommen viele Menschen um, werden verfolgt, gejagt, gehetzt.“

7 Die Krimi-Anthologie mit ihrer Kurgeschichte „Noch 48 Stunden“ wird in Kürze in der Geschäftsstelle unserer Zeitung erhältlich sein. |www.birgithedemann-billerbeck.de

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