Ausstellung im Bahnhof
Kaffeesäcke sollen aufrütteln

Billerbeck. Im Billerbecker Bahnhof sind seit Sonntag gebrauchte und ausdrucksvoll bemalte Kaffeesäcke der Künstlerin Eva Zinke zu sehen. Thomas Lülf vom Verein „Interkulturelle Begegungsprojekte“ (IBP) eröffnete die farbenfrohe Ausstellung „Geh doch hin, wo der Kaffee wächst“ . Mit afrikanischen Soul- und Funkrhythmen und brasilianischer Samba, begleitet von Trommel und Berimbau (Musikbogen) des Percussionisten Lars Rohlfs tauchten die begeisterten Besucher in die Welt des Kaffees ein. Die Idee für diese außergewöhnliche Ausstellung hatte die Billerbecker Fairtrade-Steuerungsgruppe. Sie fand im IBP einen guten Partner, dem Thema des „fair gehandelten Kaffees“ durch Kunst und Kultur eine besondere Note zu geben. Neben Rohöl sei Kaffee die meistgehandelte Ware auf dem Weltmarkt, hieß es. Deutschland sei nach den USA und Brasilien der drittgrößte Kaffeeverkäufer. Der globale Kaffeemarkt sei zutiefst ungerecht. „Während eine Handvoll Kaffeekonzerne von wachsenden Gewinnen profitieren, verbleibt viel zu wenig Wertschöpfung in den Anbauländern“, sagte Petra Cassens von der Billerbecker Fairtrade-Gruppe in ihrer informativen Rede. Ihre Botschaft war, mit dem Kauf von fairem Kaffee die vielen Kleinbauern in den Anbauländern zu unterstützen. Ihre Forderung an die Politik ist es, für den fair gehandelten und ökologisch angebauten Kaffee die Kaffeesteuer von 2,19 Euro zu erlassen. Die Ausstellung ist bis zum 12. März 2020 im Bahnhof Billerbeck zu sehen.

Sonntag, 19.01.2020, 17:16 Uhr
Zur Ausstellung „Geh doch hin, wo der Kaffee wächst“ in Billerbecks Bahnhof laden Thomas Lülf (IBP), die Künstlerin Eva Zinke und Petra Cassens, Sprecherin der Fairtrade-Steuerungsgruppe, ein. Foto: az
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