Schul- und Sportausschuss berät über Provisorium
Aus Stufenräumen soll Kita werden

Billerbeck. Es soll eine Übergangslösung sein. Für rund ein Jahr soll in den Stufenräumen im Erdgeschoss des Don-Bosco-Schulgebäudes ein Übergangskindergarten mit zwei Gruppen eingerichtet werden, und zwar ab dem neuen Kindergartenjahr im Sommer. So lautet ein Vorschlag der Stadtverwaltung, der im Schul- und Sporthausschuss thematisiert und diskutiert wird.

Donnerstag, 23.01.2020, 15:20 Uhr
Über den Hintereingang des Don-Bosco-Schulgebäudes soll die Übergangskita erreichbar sein. Foto: Archiv

Nach dem durchgeführten Anmeldeverfahren gebe es eine erneute deutlich gestiegene Nachfrage nach Kita-Plätzen zum 1. August, wie die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage für den Ausschuss schreibt. Nach Beteiligung des Kreisjugendamtes und nach Verteilung der angemeldeten Kinder auf die Bestandseinrichtungen würden noch 36 Kinder im Alter unter drei Jahren verbleiben, denen noch kein Betreuungsangebot zum nächsten Kindergartenjahr gemacht werden könne, sie grundsätzlich aber einen Rechtsanspruch auf Betreuung hätten.

Schon im vergangenen Jahr ist es zu einer ähnlichen „prekären Situation“ gekommen. Der Verein Kinder-, Jugend- und Familienhilfe hatte sich bereiterklärt, die Versorgungslücke zu schließen und zwei temporäre Zusatzgruppen für Kinder unter drei Jahren einzurichten, die in den Räumlichkeiten des ehemaligen Krankenhauses betreut werden. Nun habe laut Stadtverwaltung die DRK Kita gGmbH Bereitschaft signalisiert, für eine Übergangszeit von einem Jahr zwei Kita-Gruppen mit bis zu 24 Kindern zu betreiben. An der Planung für den Neubau des Kindergartens im Bereich Dreitelkamp, die ebenfalls in DRK-Trägerschaft stehen würde, werde mit Hochdruck gearbeitet. Es gebe bereits ein vorabgestimmtes Raumkonzept mit dem DRK als Träger, wie die Stadtverwaltung informiert. Vor den Osterferien soll die Planung voraussichtlich in den politischen Gremien beraten und erste Ausschreibungen vor den Sommerferien in die Wege geleitet werden.

Alle denkbaren Räumlichkeiten, die für ein Provisorium in Frage kämen, seien geprüft worden – darunter private Immobilien und ein Vereinsheim. Aufgrund des Raumbedarfs und dem Alter der Kinder seien jedoch nur barrierefreie Objekte sinnvoll, bei denen auch entsprechende Sanitärangebote ohne großen baulichen Aufwand möglich seien. Aus Sicht der Verwaltung bieten sich einzig die Stufenräume der ehemaligen Hauptschule an – erreichbar über einen separaten Eingang. In einem Lagerraum können aufgrund der im Keller vorhandenen Anschlussleitungen die Sanitäreinrichtungen eingerichtet werden. Zudem ließen sich die Räume vom Schulbetrieb trennen. Um den notwendigen Raumbedarf für die Anzahl der Kinder zu decken, werde es aber erforderlich sein, den Speiseraum der Schulküche, der für den theoretischen Unterricht zur Essenskunde genutzt wird, mit zu nutzen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sei die Planung mit den Schulen vorbesprochen worden. Allen Beteiligten sei klar, dass die Mitnutzung eine zusätzliche Einschränkung im Schulbetrieb bedeutet, aufgrund der kurzen Nutzungsdauer seien jedoch alle bereit, an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Am heutigen Donnerstag steht nach Auskunft der Stadtverwaltung ein Ortstermin mit dem Landesjugendamt, das für die Betriebserlaubnis zuständig sei, an.

7 Der Schul- und Sportausschuss tagt am kommenden Dienstag (26. 1.) um 18 Uhr in der Mensa des Don-Bosco-Schulgebäudes. Interessierte Zuhörer sind willkommen.

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