Mit 190 Anmeldungen verzeichnet die Gesamtschule einen leichten Rückgang der Rekordzahlen
46 Billerbecker wollen zur AFG

Billerbeck (ude). 46 Jungen und Mädchen aus Billerbeck möchten im kommenden Schuljahr in die fünfte Klasse der Anne-Frank-Gesamtschule wechseln – 14 weniger als im vergangenen Jahr. Sie haben sich in dieser Woche angemeldet, ob sie auch tatsächlich alle einen Platz bekommen, wird sich noch zeigen, denn bei 190 Anmeldungen insgesamt werden wieder nicht alle Wünsche für sechs Klassen – zwei davon in Billerbeck – berücksichtigt werden können.

Samstag, 08.02.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2020, 11:02 Uhr
„Herzlich willkommen“ heißt es im Sommer für die neuen Fünfer-Klassen der Anne-Frank-Gesamtschule. Wie viele Kinder aus Billerbeck angenommen werden, ist noch nicht geklärt. 46 haben sich angemeldet. Foto: Archiv

233 Eltern hatten nach Angaben von Schulleiter Dr. Torsten Habbel ihr Kind auf der Homepage der Anne-Frank-Gesamtschule eingetragen, so viele wie beim Anmeldeverfahren im letzten Jahr. „Doch um die Anmeldung abzuschließen, kamen in dieser Woche nur 190 Eltern persönlich zur Schule“, teilt er mit. Einen Tag nach Abschluss der Anmeldephase kann er diese Differenz nicht erklären, gibt jedoch zu bedenken, dass „vielleicht viele Eltern sich möglichst viele Optionen für ihr Kind offenhalten möchten und sich letztlich anders entschieden haben.“ Das betreffe insbesondere die beiden Schulorte, an denen jeweils acht Eltern nicht zur AFG gekommen seien.

„Es ist die zweithöchste Zahl an Anmeldungen in meiner nun fast elfjährigen Amtszeit und ich muss – bedingt durch die beiden Standorte – zum Glück nicht so vielen Kindern eine Absage schicken wie im letzten Jahr“, so Habbel in der Pressemitteilung. Gut 170 Plätze stehen insgesamt zur Verfügung.

Nach wie vor sei der Zuspruch aus den jeweiligen Orten groß: Neben den 46 Billerbeckern sind aus Havixbeck 50 Schüler angemeldet, aus Rosendahl möchten zwölf und aus Coesfeld erstmals sechs Schüler zur AFG, „ein Zeichen dafür, dass wir auch über den Ort Billerbeck hinaus anerkannt werden“, so Vera Thomas, Abteilungsleiterin für die Jahrgangsstufen 5 bis 7, in der Pressemitteilung. Aus den westlichen Vororten Münsters wollen 31 Schüler zur AFG, „eine seit Jahren stabile Zahl“. Aus Altenberge haben fünf, aus Nottuln 15 Eltern ihre Kinder angemeldet.

Für das Oberstufenzentrum haben sich bisher neun Schüler, vor allem aus Billerbeck, angemeldet. „Für diesen frühen Zeitpunkt eine erfreuliche Zahl, die sicherlich weiter nach oben wachsen wird“, so Dr. Habbel.

Nun sichten Schulleiter Dr. Torsten Habbel und Abteilungsleiterin Vera Thomas die Anmeldungen für die neue Jahrgangsstufe 5, sortieren sie nach den Kriterien, die das Schulgesetz vorgibt und führen das Losverfahren durch. „Bis kommenden Mittwoch werden alle Eltern, deren Kinder wir nicht aufnehmen können, benachrichtigt. So haben sie genügend Zeit, eine andere weiterführende Schule zu suchen“, sichert Habbel zu.

Bekanntlich ist es nicht so, dass die 46 angemeldeten Kinder aus Billerbeck automatisch auf die zwei in Billerbeck zu bildenden Klassen verteilt werden. Vielmehr wird die Gesamtzahl der Anmeldungen nach bestimmten gesetzlichen Vorgaben betrachtet und aufgeteilt. Das Verfahren hatte im vergangenen Jahr bei manchen Eltern und Politikern für Unverständnis und kontroverse Diskussionen gesorgt, nachdem sechs Billerbecker abgewiesen worden waren. Letztlich ist daran aber nicht zu rütteln.

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