Bürgeranregung im Ausschuss für Umwelt-, Denkmal- und Feuerwehrangelegenheiten Thema
Zuschuss für Stoffwindeln im Gespräch

Billerbeck. Es soll ein Beitrag zum Umweltschutz und zur weiteren Müllvermeidung sein. Genauer gesagt geht es quasi um Nachhaltigkeit auf dem Wickeltisch. In Billerbeck könnten künftig Familien finanziell unterstützt werden, die auf Mehrweg und damit auf Stoffwindeln setzen. Eine junge Mutter aus Billerbeck hat dazu eine entsprechende Bürgeranregung an die Stadt herangetragen, in der es darum geht, dass die Stadt künftig Stoffwindeln finanziell bezuschusst, wenn gleichzeitig auf die „extra“ Restmülltonne, die sogenannte Windeltonne, verzichtet wird. Denn derzeit haben Billerbecker Familien die Möglichkeit, während der Windelzeit ihres Kindes eine zusätzliche Restmülltonne zu reduzierten Preisen aufstellen zu lassen.

Freitag, 06.03.2020, 06:02 Uhr
Eine junge Mutter aus Billerbecker hat eine Bürgeranregung an die Stadt herangetragen, in der es darum geht, dass die Stadt künftig Stoffwindeln finanziell bezuschusst. Foto: Stephanie Sieme

Die Stadtverwaltung schlägt der Politik nun vor, dass Eltern mit Einreichen der Originalkaufbelege für die Anschaffung von Mehrwegwindeln pro Kind einmalig bis zum dritten Lebensjahr eine Förderung von 50 Prozent seitens der Stadt erhalten. Die maximale Fördersumme soll 150 Euro betragen. Die Bedingung: Die Eltern, die den Antrag auf diese Förderung stellen, müssen gleichzeitig auf die vergünstigte „Windeltonne“ verzichten.

Die Idee zur Bezuschussung der Mehrwegwindeln sei sehr zu begrüßen, wie die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage des Ausschusses für Umwelt-, Denkmal- und Feuerwehrangelegenheiten, der sich mit der Thematik befassen wird, schreibt. Durch den Einsatz von Mehrwegwindeln würde Restmüll vermieden und Ressourcen geschont. Und: Die Idee passe zur Fortsetzung der Aktion „plastiktütenfreie Stadt“, heißt es seitens der Verwaltung.

Die Stadt habe Kontakt zu Kindertageseinrichtungen aufgenommen, die Kinder unter drei Jahren betreuen, und zu Kommunen, die eine solche finanzielle Förderung bereits anbieten. Das Ergebnis: Laut Veraltung sei die Nutzung von Mehrwegwindeln sehr verhalten. Vielleicht sei eine Förderung aber ein Anreiz auf Mehrwegwindeln umzusteigen.

Die Förderung für die 120-Liter-Windeltonne beläuft sich auf drei Jahre gesehen auf 147,24 Euro. Der Mehrwegwindelzuschuss sollte laut Stadtverwaltung in etwa die gleiche Höhe betragen. Damit keine Variante durch eine höhere Bezuschussung favorisiert und niemand benachteiligt werde – wie beispielsweise Inkontinenz-Patienten, die von der Stadt ebenfalls gegen einen Nachweis eine reduzierte Restmülltonne erhalten. Im städtischen Haushalt sollen 1000 Euro als Fördersumme bereitgestellt werden. Sollte der Bedarf höher sein, soll auch die Summe erhöht werden, wie die Verwaltung in der Sitzungsvorlage schreibt.

Der Ausschuss für Umwelt-, Denkmal- und Feuerwehrangelegenheiten tagt am Donnerstag (12. 3.). Beginn ist um 18 Uhr im Rathaus. Interessierte Zuhörer sind willkommen. Auf der Tagesordnung steht auch noch eine Umgestaltung beim Kriegerehrenmal, die Fortsetzung der Bestattungsform „Fluss des Lebens“ sowie der SPD-Antrag zur Anschaffung eines Geschirrmobils.

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