Akustik Session wegen Corona ins Internet verlegt
Musik-Event als Videokonferenz

Billerbeck. Was Lady Gaga und die Rolling Stones können, das kann Billerbeck auch. Weil wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal die Akustik Session in der Kneipe „bei Jöppi“ ausfallen sollte, gibt es am kommenden Mittwoch ab 20 Uhr eine Session im Internet.

Sonntag, 03.05.2020, 19:26 Uhr
So kann eine Akustik Session als Videokonferenz im Netz aussehen. Foto: privat

Einmal im Monat jammen Musiker aus der Region bei Jöppi in der Fußgängerzone. Sie kommen aus Münster, Recklinghausen, Ibbenbüren, um einer eisernen Regel zu folgen: Alles geht, nur nicht mehr als drei Stücke, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiatoren.

Schon nach dem ersten Corona-Ausfall haben Susanna Wüstneck und Günther Leifeld-Strikkeling, Folk- und Bluesmusiker aus den Baumbergen, Musik aufs Internet verlegt. Sie spielten zwei Stücke im Home-Studio ein: „He’ll have to go“ von Jim Reeves und „Mind your own Business“ von Hank Williams. Und dann luden sie andere Musiker zum Mitmachen ein. Überall setzten die sich vor ihre Handykameras und jammten auf Gitarre, Mandoline, Bass und Flöte mit. Die Videos schnitt die Filmemacherin Wüstneck zusammen und platzierte sie auf der Akustik-Session-Facebookseite (www.facebook.com/AkustikSessionBillerbeck). „Gute Idee“, fand Günter Benning aus Ibbenbüren, für den die Akustik Session die beste Plattform ist, um seine neuen Songs auszuprobieren. „Wenn es live nicht geht, gehen wir ins Netz.“ Ein Aufruf auf der Session-Facebook-Seite und jede Menge Musiker signalisierten: „Wir machen mit.“ Vom Gitarristen und Gitarrenbauer Ernie Rissmann aus Münster bis zu Pam Tschentscher aus Marl, die mit dem Nottulner Gitarristen Hermann-Josef Vieth Beiträge ankündigt. Per Video-Konferenz wurde ein Plan gemacht. Susanna Wüstneck und Günther Leifeld-Strikkeling holten weitere Musiker für Sessions an Bord. Die ersten Einzelbeiträge sind schon eingelaufen. Zum Beispiel vom Saxofonisten Ralf Barenbrügge, der ein Gartenkonzert abgeliefert hat, das er jeden Sonntag für seine Nachbarn gibt. „Wir versuchen, die Session als Videokonferenz ablaufen zu lassen“, sagt Susanna Wüstneck. Dafür müssen sich die Besucher einmal anmelden, die Beiträge werden in die Konferenz eingespielt. „Das ist ein Experiment“, sagt Günter Benning, der mit Zoom-Konferenzen bei der Arbeit und in der Familie positive Erfahrungen gemacht hat, „aber es kann auch sein, dass die Videos ruckeln.“ Alles

eine Frage der Leitungskapazitäten.

Gegen das Ruckeln gib es Plan B und C, wie es in der Mitteilung der Initiatoren weiter heißt. Denn alle Beiträge werden – im Minutenrhythmus getaktet – am 6. Mai ab 20 Uhr auf der Session-Facebook-Seite gepostet. Dort sind sie vier Tage lang zu sehen. Gleichzeitig werden sie um Punkt 20 Uhr bei Youtube freigeschaltet (Link: https://bit.ly/34Yu9H3). Da kann sich die Playlist in Ruhe angesehen werden – auch für vier Tage bis Samstag.

Und so nimmt man an der Videokonferenz teil (maximal 100 Teilnehmer): Eine Mail an akustiksessionbillerbeck@gmail.com schicken. Dann kommt der Link mit der Einladung zurück. Was man für die Konferenz braucht: Smartphone, Tablet oder Computer. Wer sich die Zoom-App lädt, hat es einfacher. Es geht aber auch ohne. Auch Musiker, die noch Beiträge haben, können sie an diese Mailadresse senden.

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