Fachbereichsleiter Gerd Mollenhauer mit Dank und Anerkennung in den Ruhestand verabschiedet
„Er hat sehr viel für diese Stadt getan“

Billerbeck. 34 Jahre war Gerd Mollenhauer bei der Stadt Billerbeck in Diensten, 21 Jahre davon als Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, aber wenn er sagen soll, welches der vielen Projekte zur Stadtentwicklung und Stadtgestaltung für ihn persönlich herausragend war, dann gibt es vor allem eins: Billerbecks Bahnhof. „Das war mir eine Herzensangelegenheit“, sagt er zu den rund 60 Gästen – Kollegen aus der Verwaltung, Vertretern aus der Politik und anderen Wegbegleitern, die in die coronavorschriftsmäßig eingerichtete Stadtaula gekommen sind, um Mollenhauer in den Ruhestand zu verabschieden. Das Bahnhofsprojekt, sagt er bescheiden, „ich glaube, das ist wirklich gut geworden.“

Dienstag, 02.06.2020, 06:32 Uhr
Abschied in Corona-Zeiten: Auf Distanz dankten Vertreter der Ratsparteien Gerd Mollenhauer (2.v.l.) für die jahrelange gute Zusammenarbeit: Maggie Rawe (l., Grüne), Marco Lennertz (3.v.l., CDU), Thomas Tauber (2.v.r. SPD) und Frank Wieland (r., FDP). Fotos: ude Foto: az

Das Städtebauliche Entwicklungkonzept, vor allem die neue Fußgängerzone, Freibad, Radbahn, Domkontor, Rathausaufzug, die Goldmedaille für „Unsere Stadt blüht auf“, die Entwicklung von Neubaugebiete, die Instandhaltung der Schulgebäude, das Leader-Projekt – das alles sind Themen, denen Gerd Mollenhauer in den vergangenen Jahren seinen Stempel aufgedrückt hat. Oder „Früchte für die Stadt Billerbeck“, wie es Bürgermeisterin Marion Dirks, deren Stellvertreter Mollenhauer im Rathaus war, mit einem griechischen Sprichwort ausdrückt: „Taten sind Früchte, Worte nur Blätter.“ Billerbeck liege voller leckerer Früchte, „die wir ernten konnten, weil du keine Blätterhaufen angesammelt hast“, sagt sie in einer sehr persönlichen Ansprache und sichtlich bewegt. Schon als Vorsitzende des Bauausschusses habe sie vor Jahrzehnten sehr gut mit Mollenhauer zusammengearbeitet, ebenso später als Bürgermeisterin. „Gerd Mollenhauer ist ein Mann, der sehr viel für diese Stadt getan hat“, zollt sie ihm Respekt und Dank. „Er ist einer der Väter der Stadtentwicklung in den letzten Jahrzehnten.“ Mollenhauer, der in Darfeld lebt, habe stets ein gutes Gespür für die Billerbecker bewiesen. Er habe Weitsicht und Verhandlungsgeschick gezeigt, zum Beispiel, wenn es um Flächenentwicklung ging, und habe in der Zusammenarbeit mit Rat und Ausschüssen durch seine hohe Fachlichkeit und seine Kompromissfähigkeit überzeugt.

Das sieht auch Marco Lennertz so, der im Namen aller Politiker dankt. „Seine ruhige und besonnene Art hat Gerd Mollenhauer ausgezeichnet“, so Lennertz. „Es war immer ein tolle Zusammenarbeit.“

Es gibt Standing Ovations für den scheidenden Fachbereichsleiter, dem der Abschied und die anerkennenden Worte sehr nahe gehen. „Ich wollte die Stadt weiterentwickeln und sie lebens- und liebenswert erhalten“, schaut Mollenhauer zurück. „Die Zeit war einfach fantastisch“, wendet er sich schließlich an seine Kollegen aus dem Rathaus. Und spätestens, als die ihn mit einem historischen Stuhl aus dem alten Ratssaal in den Ruhestand rollen, kullern auch Tränen.

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