Reiter richten am 20./21. Juni einen Dressurwettbewerb für Ponys und Großpferde aus
Wettkampf-Atmosphäre in Hamern

Billerbeck. Endlich! Die Reitsportfreunde aus Billerbeck und Umgebung dürfen ihre Pferde wieder satteln und zu einem kleinen Wettkampf auf die Anlage des Zucht-, Reit-, und Fahrvereins in Hamern kommen. „An ein Turnier unter normalen Bedingungen ist natürlich wegen der Coronabeschränkungen noch nicht zu denken“, sagt Michael Fliß, Vorsitzender des Vereins. „Aber wir wir spüren, dass viele ihr Können endlich mal wieder mit dem der anderen messen möchten und haben uns daher entschlossen, einen Dressurwettkampf im E- bis M-Bereich anzubieten.“ Einen Titel, unter dem das Ganze stattfinden soll, hat der Vorstand auch schon augenzwinkernd formuliert: „Billerbecker Dressurtage unter Corona-Bedingungen“. Ponys und Großpferde sind dazu am Wochenende 20./21. Juni in Hamern willkommen – genau an dem Termin, an dem eigentlich das große Reitturnier 2020 geplant war.

Montag, 08.06.2020, 06:38 Uhr
Die Verantwortlichen vom Vorstand des Reitervereins möchten ein bisschen Normalität für ihre Mitglieder und die Nachbarvereine anbieten: (v.l.) Michael Fliß (1. Vorsitzender), Hubertus Holtmann (2. Vorsitzender), Marlies Schmidt (Geschäftsführerin). Foto: Ulrike Deusch

Warum dürfen zunächst nur die Dressurreiter in den Sattel? „Das hat mit der Organisation zu tun“, erklärt Geschäftsführerin Marlies Schmidt. Die sei für die Dressurprüfungen deutlich einfacher zu handhaben als bei den Springprüfungen. „Und vor allem bekommt bei der Dressur jeder Starter vorher eine feste Zeit, so dass wir zu viele Menschen auf der Anlage verhindern können“, sagt Schmidt. Pro Aufgabe werden nur ein, maximal zwei Reiter im Prüfungsviereck sein – auch das lässt sich gut vorbereiten. Der Ritt wird allerdings nicht von einem Protokollführer begleitet. „Die Wertungsnoten müsen dieses Mal die Richter dem Starter mitteilen und erläutern.“

Für viele Aktive ist wegen der Corona-Pandemie wochenlang kein Training möglich gewesen, der Betrieb an der Halle war so gut wie eingestellt. Um den Anforderungen an den Tierschutz gerecht zu werden, sind viele Pferde allenfalls bewegt worden. Dabei, sagt Michael Fliß, sind die Reiter meist nach dem Wintertraining begierig darauf, wieder in die Wettbewerbssaison zu kommen. „Wir wollen den Vereinen in Stück Normalität geben und ein bisschen Wettkampf-Atmosphäre nach Billerbeck holen“, sagt Fliß – auch wenn von einem Turnier im üblichen Sinne keine Rede sein könne.

Details zum Konzept sollen in den nächsten Tagen vorliegen – auch dazu, wie viele Zuschauer den Dressurwettkampf live miterleben dürfen. Im Moment ist von 100 Besuchern die Rede – das kann sich aber noch ändern, je nachdem, wie die nächsten Corona-Lockerungen bis dahin ausfallen. Wenn alles nach Plan läuft, so der zweite Vorsitzende Hubertus Holtmann, wäre die Veranstaltung der Billerbecker der erste Wettkampf dieser Art für Reitsportler nach Corona im Kreis Coesfeld. Die Berufsreiter hatten mit Erfolg einen Wettkampf in Nottun.

7 Wer beim Wettkampf am 20./21. Juni auf der Anlage in Hamern an den Start gehen möchte, findet die Informationen auf der Homepage www.rv-billerbeck.de.

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