Bürgerradweg wird im Fachausschuss thematisiert
Politik begrüßt Anlieger-Wunsch

Billerbeck. Aller guten Dinge sind drei. So lautet jedenfalls ein bekanntes Sprichwort. Und es ist nicht das erste Mal, dass Anlieger in Lutum und Osthellen einen Radweg an der Landesstraße 581 (Billerbeck – Coesfeld) fordern. Vor 25 Jahren waren sie das erste Mal aktiv, vor zehn Jahren wieder – alles bislang erfolglos. „Beim dritten Mal versuchen wir es jetzt als Bürgerradweg. Wir versuchen, aus eigener Kraft was zu tun“, sagte Christoph Ueding, einer der Anlieger, die sich für mehr Sicherheit entlang der Landesstraße stark machen und eine entsprechende Bürgeranregung an den Rat der Stadt Billerbeck gestellt hat. Seitens der Politik gibt es mehr als positive Signale. Der Rat, dem die Bürgeranregung in der jüngsten Sitzung präsentiert wurde, verwies die Anregung einstimmig zur Beratung in die zuständigen Fachausschüsse.

Montag, 29.06.2020, 07:00 Uhr
Eng ist sie, unübersichtlich und besonders kurvenreich: die Landesstraße 581 im Bereich Lutum und Osthellen. Anlieger möchten dort einen Bürgerradweg bauen. Fptp: Stephanie Sieme Foto: az

„Wer die Straße kennt, weiß wie gefährlich, eng und schnell befahren sie ist“, betonte Christoph Ueding,. „Für uns selbst, unsere Kinder, Senioren und für die Touristen ist es eine Zumutung, dort zu fahren.“ Die Straße ist stark frequentiert. Eng ist sie, unübersichtlich und besonders kurvenreich. Viele Unfälle passieren dort. Auch Todesfälle von Radfahrern hat es schon gegeben. Ab der Brücke kurz hinter dem Kreisverkehr der Osterwicker Straße bis mindestens zur Bauerschaftsmitte Osthellen soll ein Radweg verlaufen. Optimalerweise aber bis zur alten Osthellener Schule und dem Abzweig Richtung Lutumer Bahnhof. Und: Die Anlieger bitten in ihrer Anregung zusätzlich um ein Konzept für eine Fortsetzung des Radwegs bis zum Bahnhof Lutum. Denn auch diese Straße sei stark von Radfahrern frequentiert, so Ueding.

„Wir begrüßen das“, betonte Werner Wiesmann (CDU) und informierte, dass es mittlerweile auch eine Initiative von jungen Eltern gebe, die einen Bürgerradweg von der alten Osthellener Schule bis Coesfeld bauen wollen. Dadurch könne ein Lückenschluss erfolgen. „Und das würde unserem Radwegenetz gut tun“, so Wiesmann. Auch Bürgermeisterin Marion Dirks begrüßte die Anregung der Anlieger. „Wir sind alle gemeinschaftlich dafür angetreten, dass es an jeder Kreis- und Landesstraße auf Dauer einen Radweg gibt“, sagte sie. „Da sind wir auch auf die Unterstützung der Bürger angewiesen.“ Carsten Rampe (SPD) sei die Strecke selbst mit dem Fahrrad entlang gefahren. „Das ist eine gefährliche Sache. Wir begrüßen den Antrag ausdrücklich“, so der Sozialdemokrat. „Wir von der Beerlage wissen, was Bürgerradwege heißen, so Maggie Rawe (Grüne). Sie seien froh, diese zu haben. „Ab damit in den Bezirksausschuss und los geht’s“, betonte die Ratsfrau.

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