Weiterer barrierefreier Innenstadtumbau gestartet
Ersatzparkplätze für Anlieger gestellt

Billerbeck. Mit den ersten zwölf Metern an Kanalbauarbeiten auf der Straße Lilienbeck zwischen kleinem Café und der Kreuzung Haulingbach (Volksbank) ist begonnen worden. Der Startschuss für den weiteren barrierefreien Innenstadtumbau ist damit gefallen. In Angriff genommen werden bekanntlich die Bereiche Mühlenstraße (Kreuzung Feuerwehrgerätehaus bis Kreuzung BillerbÄcker) und Lilienbeck (Übergang Coesfelder Straße bis Kreuzung Mühlenstraße bei der Volksbank). Kanal- und Straßenbau finden gleichzeitig statt. Die Coesfelder Straße Richtung Lilienbeck ist nun eine Sackgasse.

Donnerstag, 03.09.2020, 06:48 Uhr
Der Innenstadtumbau geht an der Straße Lilienbeck weiter: Mit den ersten zwölf Metern an Kanalbauarbeiten auf der Straße Lilienbeck zwischen kleinem Café und der Kreuzung Haulingbach (Volksbank) ist begonnen worden. Foto: Stephanie Sieme

Der Abschnitt Lilienbeck bis Mühlenstraße sieht dabei zunächst die abschnittsweise Durchführung der Kanalbauarbeiten vor – erst vom kleinen Café bis zur Kreuzung Haulingbach, im weiteren Verlauf dann von der Lilienbeck bis zur Kreuzung Mühlenstraße. Sind die Kanalarbeiten fertig, findet ebenfalls abschnittsweise der Straßenbau statt. In den Kreuzungsbereichen erfolgen Aufpflasterungen zur Verkehrsberuhigung in Naturstein, der Rest der Straßen ist aus Asphalt. Auch die Gehwege werden in Naturstein gepflastert. Die Bordsteine werden abgesenkt. Eine Erreichbarkeit der dort ansässigen Unternehmen soll gewährleistet bleiben – gleiches gilt für den Volksbank-Parkplatz sowie für die Stellplatz-Anlage direkt gegenüber. „Kann die Straße Haulingbach nicht von der Lilienbeck aus angesteuert werden, wird die Einbahnstraßenregelung für diesen Bereich aufgehoben“, so Rainer Hein (Stadt Billerbeck). Das heißt: In die Straße Haulingbach kann dann vom „BillerbÄcker“ aus ein- und ausgefahren werden. Komme es zu Situationen, in denen Gebäude oder Grundstücke durch gewisse Arbeiten temporär nicht erreichbar seien, soll dies vorab in enger Abstimmung mit den Eigentümern sowie den ansässigen Firmen besprochen werden, wie Hein versichert. Das Unternehmen „Mennemann – Exklusives Wohnen“ zieht wegen der Baustelle sogar um. Während der Baumaßnahme geht es in die Lange Straße in die Räume von „Fachhandel und Handwerk“. Ab dem 14. September soll der Umzug laut Unternehmen voraussichtlich erfolgen. Sind die Arbeiten im Zuge des Innenstadtumbaus beendet, geht es für die Firma wieder zurück an den alten Standort.

In den nächsten ein bis zwei Tagen sollen die Anlieger laut Stadtverwaltung auch Post erhalten. „Alle, die von der Baumaßnahme betroffen sind, erhalten einen Anliegerausweis“, erklärt der Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Pro Haushalt gebe es zunächst einen Ausweis. Weil durch die Baumaßnahme viele Parkplätze beansprucht werden und auch die Stellplatz-Anlage neben dem Feuerwehrgerätehaus der bauausführenden Firma als Lagerplatz dient, werden für die Anwohner Ersatzparkplätze im Bereich des Wendehammers an der Schulstraße zur Verfügung gestellt. Genauer gesagt kann auf der Fläche, wo einst das Jugendzentrum stand, geparkt werden. Die Zu- und Abfahrt erfolgt über den Hagen. „Es soll ein kleiner Ausgleich sein, weil wir immer wieder Parkplätze in Anspruch nehmen werden müssen“, sagt Hein, der gleichzeitig betont, dass es kein vollwertiger Ersatz sei. Denn: Es gehe um 44 betroffene Grundstückseigentümer, zur Verfügung stünden aber nur zwölf Ersatzstellflächen.

Rund zwei Jahre wird es dauern, bis die komplette Maßnahme beendet ist. Geplant ist, im August 2022 fertig zu sein. Mit Kosten von 2,52 Millionen Euro schlägt der Straßenausbau zu Buche. 1,28 Millionen Euro werden durch Fördermittel finanziert, 400 000 Euro durch Beiträge der Anlieger. Rund eine Million Euro kostet der Kanalbau.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7564403?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker