Gottesdienst zum Jubiläum am Donnerstag (10. 9.)
kfd blickt auf 120-jährige Geschichte zurück

Billerbeck. Die katholische Frauengemeinschaft Billerbeck (kfd) blickt auf eine 120-jährige Geschichte zurück. Durch die Corona-Pandemie kann das Jubiläum nicht gebührend gefeiert werden, trotzdem will das Leitungsteam in einem Gottesdienst am Donnerstag (10. 9.) um 9 Uhr im Dom dieser Geschichte gedenken. „Ihr seid das Salz der Erde“ – so lautet das Thema.

Dienstag, 08.09.2020, 09:00 Uhr
Auch das Nähen von „Lülletüchern“ gehört zu einer der vielen Aktionen, die von der kfd durchgeführt wird. Foto: kfd

Gegründet wurde die Frauengemeinschaft am 15. Mai 1900 als „Verein Christlicher Mütter“. Propst Schnitkemper legte dem damaligen Bischof Hermann Dingelstadt die Statuten des mit einigen Frauen gegründeten Vereins vor, die genehmigt wurden, wie es in einer Pressemitteilung der kfd heißt. Schnitkemper wurde zum Präses ernannt. Schon damals gab es, wie aus den Statuten zu entnehmen, neben dem Präses (bis heute der jeweilige Propst) einen Beirat von sechs Frauen und eine Vorsteherin. 1916 lag die Zahl der Mitglieder bei 846. Die Frauen kamen viermal jährlich zusammen mit etwa 500 bis 600 Teilnehmern. Laut mündlicher Überlieferung sei jede Billerbeckerin bei der kirchlichen Trauung Mitglied im „Verein der christlichen Mütter“ geworden, heißt es. Schon 1951, nach dem Zusammenschluss der „Jungfrauenkongregation“ mit dem Mütterverein zur „Frauen- und Müttergemeinschaft“ feierten die Frauen jeden zweiten Donnerstag im Monat einen Gemeinschaftsgottesdienst — bis heute. Der „Zentralverband der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft“ mit Sitz in Düsseldorf wurde 1968 in „kfd – Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands“ umbenannt. Nicht nur Mütter und verheiratete Frauen sprach die kfd an, vielmehr öffnete sie sich auch für ledige und berufstätige Frauen. Seit 1968 lautet der Name „kfd – St. Johann/St. Ludger“. Die 70er-Jahre waren geprägt von vielen Aktivitäten. Die Bezirkshelferinnen wurden geschult, theologische Seminare fanden statt, Koch- und Bastelkurse wurden angeboten und zu den kfd-Schwerpunktthemen des Bundesverbandes gab es Ideenbörsen auf Dekants- und Kreisdekanatsebenen. Neben den monatlichen Gottesdiensten trafen sich Frauen, um die Bibel zu erforschen, zu Gesprächskreisen und führten Wallfahrten nach Eggerode durch. Die von der kfd durchgeführten „Bunten Nachmittage“ mit Theateraufführungen erfreuten sich großer Beliebtheit. Ab 1975 feierten Frauen jeden ersten Freitag im März den Weltgebetstag. Ab 1975 begann die Missionsstrickrunde ihre Arbeit und auch die Kleiderkammer wurde eingerichtet. Handarbeitsgruppen, Nähkurse, Bezirkshelferinnenrunden, Kartenspielgruppen, Liturgiekreis, Krabbelgruppen, Frühstücksgesprächen, das Café „International“ gehören zu den Angeboten.

Aber auch das Kennenlernen anderer Religionen, Betriebsbesichtigungen, mehrtägige Fahrten, Kurzandachten zur Marktzeit, meditative Radtouren, Rad- und Buswallfahrt nach Eggerode, meditative Tanzgruppe, Glaubensgespräche, das Nähen von „Lülletüchern“ gehören zu den Aktivitäten der kfd, die sich auch an den Unterschriftenaktionen des kfd-Bundesverbandes „Macht Licht an“ beteiligte, in der die deutschen Bischöfe aufgefordert wurden, Licht in das Dunkel der Missbrauchsfälle in der Kirche zu bringen. Auch die Unterschriften- und Postkartenaktion 2012 und 2013 habe entscheidend zur Gesetzesänderung der Mütterrente beigetragen. Die kfd als großer Frauenverband fordert die volle Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche und den Zugang von Frauen zu allen Ämtern.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7572405?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker