Mit Einbahnregelung, Abstand und viel Disziplin der Besucher
Fast Stadtfest-Stimmung beim stattFest

Billerbeck. Seit 11 Uhr stehen Tinus und Daniel Kirsten schon hinter dem Flohmarktstand und es läuft gut. Direkt werden die ersten Kinderspielzeuge verkauft, die nicht mehr genutzt werden. „Es klappt gut, es ist viel los“, finden sie. Im Einbahnstraßensystem laufen die Besucher zwischen den Ständen her, gemütlich, gesittet und mit Maske. „Die Maske ist total ok“, findet Daniel Kirsten. „Nur sie über diese doch längere Zeit zu tragen, ist ungewohnt.“

Montag, 21.09.2020, 06:26 Uhr
Beim Flohmarkt sorgte ein ausgeklügeltes Einbahnsystem dafür, dass es nicht zu drubbelig wurde. Foto: az

Aber so funktioniert das Hygiene- und Sicherheitskonzept, mit welchem „BillerbeckErleben“ das „stattFest“ ermöglicht.

Die Kinderzimmer bei Familie Kuhlmann-Ginzel sind noch voll, sie sind nicht zum letzten Mal hier. Auch sie sind begeistert davon, wie alles abläuft, wie diszipliniert die Besucher sich verhalten und dass auch die Laufstrecke eingehalten wird. Aus ihrer Sicht lohne sich das Engagement auf jeden Fall und es sei eine runde Sache.

„Die Maske stört nicht. Die Leute hier sind so gut zufrieden“, findet auch Petra Krois. Direkt um Viertel vor 11 hat sie aufgebaut. Spielsachen, Bücher und CDs sollen einen neuen Besitzer finden. Vor Jahren stand sie schon einmal an gleicher Stelle. „Das ist einfach toll hier“, outet sie sich als Billerbeck-Fan.

Neben den Flohmarkständen bietet die KJFH Waffeln an. Ansonsten sind in der Innenstadt keine Essensstände zu finden. Dafür die lokale Gastronomie.

Auf der Bühne am Dom bieten Künstler für Jung und Alt Programm. So lädt Kinderliedermacher Klaus Foitzik zwei Mal zum Mitmachkonzert ein und die Stühle vor der Bühne, die natürlich mit ausreichend Abstand stehen, sind voll besetzt. „Das war jetzt der vierte Auftritt seit dem 15. März“, erzählt er. „Ich bin froh, dass es möglich war.“ Und den Kindern hat es auch gefallen. Sie zappeln zum Lied „Zappelaffe“ mit und spielen E-Gitarre. „Ich bin aber auch bewusst nicht ins Publikum gegangen“, erläutert Foitzik Schutzmaßnahmen.

Danach begeistert das Duo „schöön“ mit einem schönen akustischen Auftritt die Besucher. Währenddessen gibt es in der Stadt Walk & Play von „Gorke & The Boys“. Das Trio steht in der Innenstadt und klampft dort munter vor sich her. Am Abend rockt noch capo3.

Die Besucher sind gut zufrieden. „Es ist eine gute Idee als Alternative zum Stadtfest das im kleinen Rahmen anzubieten“, äußert sich Bettina Neuhaus. „Das ist toll, dass mehr Leben in die Innenstadt kommt, denn es fehlt noch der Anreiz, durch die Stadt zu bummeln. Aber es wird ja was gemacht, dass sich was ändert. Weiter so“, meint ihre Schwester Alina Albrecht. Thorsten Reichert hingegen hofft auf Normalität im nächsten Jahr: „Es ist ehrlich gesagt dann doch langweilig und schade, besonders für die Kinder.“

Lange wurde um diese Alternative gekämpft. Bereits nachdem „Gans Billerbeck“ ausgefallen ist, haben sich „BillerbeckErleben“ und die Stadt überlegt, wie ein Stadtfest unter Coronabedingungen stattfinden kann.

Sabine Zurholt resümiert: „Es war gut besucht, aber überschaubar. Das Konzept der verschiedenen Anlaufpunkte, um die Masse zu entzerren, ist voll aufgegangen und wir sind zufrieden das alles so gut und kontrolliert von statten gegangen ist. Wir hätten uns kein perfekteres Wetter wünschen können und auch die Hygienemaßnahmen wurden gut umgesetzt.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7594281?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker