Corona-Regeln im Alltag der Schulen
An die Maske gewöhnt

Billerbeck. Trotz zahlreicher Herausforderungen durch die Corona-Pandemie läuft die Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) seit den Sommerferien weitgehend reibungslos, wie Schulleiter Dr. Torsten Habbel in einem Bericht schreibt. Unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln werde bei größtmöglicher Sicherheit ein Schulleben ermöglicht, das zu unbeschwertem Lernen verhelfen soll. „An die jahrgangsübergreifend gültigen Regeln haben sich mittlerweile alle gewöhnt“, sagt Habbel. „Unsere Schülerinnen und Schüler greifen mittlerweile automatisch zur Maske, wenn es in die Pause auf den Schulhof geht.“ Zur gleichen Einschätzung kommt auch Thomas Wischnewski, kommissarischer Schulleiter der Geschwister-Eichenwald Schule Billerbeck. „Unsere Schülerinnen und Schüler verhalten sich vorbildlich, alle auftretenden Probleme konnten konstruktiv gelöst werden.“

Montag, 05.10.2020, 06:21 Uhr
Kommissarischer Schulleiter Thomas Wischnewski (v.l., Geschwister-Eichenwald-Schule), Abteilungsleiterin Vera Thomas und Schulleiter Dr. Torsten Habbel (beide Anne-Frank-Gesamtschule) gestalten verantwortlich das Schulleben der weiterführenden Schulen in Billerbeck. Foto: AFG

Der Fokus im Umgang mit dem Coronavirus liege, so Habbel, auf der Maskenpflicht und der Kontinuität fester Lerngruppen. Praktisch bedeutet dies: „Die Sitzordnung in Gruppen haben wir für alle Jahrgangsstufen verbindlich festgelegt“, erklärt Stephan Humpohl, didaktischer Leiter der Schule. „Durch Gruppentische wollen wir zum einen der Abstandsregel nachkommen, zum anderen soziales Lernen ermöglichen, das die Kinder sowohl in ihrer Sozial- als auch in ihrer Fachkompetenz fördert.“ Sobald sich die Schüler durch den Klassenraum bewegen, wird die Maske aufgesetzt.

Dokumentationen der Sitzpläne in den Klassen- und Kursräumen sollen es ermöglichen, im Falle einer Erkrankung gefährdete Schüler zu erkennen. „Wir achten darauf, dass sich die Klassen wie auch die Jahrgangsstufen nicht durchmischen“, so Habbel. Möglich wird dies beispielsweise durch feste Pausenbereiche, die den Schülern auf dem Außengelände zugewiesen sind. In der Mensa wird jahrgangsweise in Schichten gegessen. Parallel essen auch die Jahrgänge 8 bis 10 der Geschwister-Eichenwald Schule. Durch getrennte Ausgabestellen und Sitzplatzbereiche können die Schüler beider Schulen gleichzeitig essen, sodass auch hier eine Durchmischung vermieden wird. „Die Zehntklässler der Geschwister-Eichenwald-Schule übernehmen zuverlässig die nötigen Desinfektionsarbeiten, auch für die Bereiche der AFG. Hier zeigt sich einmal mehr die gute Zusammenarbeit der beiden Schulen unter einem Dach“, so Habbel. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gewinne die Handdesinfektion immer mehr an Bedeutung. Deswegen gehört diese in den Klassen zur Routine. Ähnlich wie Tafel- und Ordnungsdienst übernähmen die Schüler dies häufig selbst, so Habbel.

Corona zwinge Schule, sich einzuschränken. So konnte die Projektwoche nicht stattfinden, Klassen- und Kursfahrten wurden abgesagt, Arbeitsgemeinschaften ab Klasse 7 wurden fast komplett gestrichen, Unterricht wurde gekürzt. „Wir mussten Schwerpunkte bilden und festlegen, was uns am wichtigsten ist“, reagiert Dr. Habbel auf die Herausforderungen. „Alle am Schulleben Beteiligten bemühen sich um ein attraktives, verlässliches Schulangebot. So legen wir großen Wert darauf, dass wir den Ganztag in der Unterstufe möglichst uneingeschränkt durchführen, der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe ungekürzt ist und die Abschlussklassen besonders unterstützt werden“. In der kleineren Geschwister-Eichenwald-Schule findet der Unterricht laut Stundenplan statt, auf Unterrichtskürzungen konnte bisher verzichtet werden.

Perspektivisch muss sich die Schule auf eine Mischung von Präsenz- und Distanzunterricht einrichten und beispielsweise Videokonferenzen wie auch Gemeinschaftsarbeiten über die Plattform IServ ermöglichen. Beide Kollegien haben sich in den Sommerferien fortgebildet, um bei einer eventuellen Schulschließung die Schülerinnen und Schüler digital unterrichten zu können.

„Ein großes Aufgabenpaket, das viel Geduld von unseren Schülern und Eltern erfordert und Engagement von meinen Kolleginnen und Kollegen“, resümiert der Schulleiter und blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir haben bisher die Probleme gemeinsam gemeistert und werden das auch weiterhin tun!“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7617320?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker