Planungen für Sanierung der Zweifachturnhalle werden präsentiert
Foyer-Erweiterung mit Rampenanlage

Billerbeck. Das Dach muss saniert, Boden- und Prallschutz sowie die technischen Anlagen erneuert werden. Es besteht Handlungsbedarf. Deswegen soll die große Zweifachturnhalle am Johannisschulgebäude saniert und zudem ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Eine Vorplanung, mit der die Planungsgruppe Dörenkämper und Ahling (PDA) beauftragt wurde, wird am Dienstag (1. 12.) im Schul- und Sportausschuss präsentiert.

Donnerstag, 26.11.2020, 07:18 Uhr
So sieht der Eingangsbereich der Zweifachturnhalle bislang aus. Foto: Archiv

Die Zweifachturnhalle ist Ende der 80er-Jahre gebaut worden. Sie werde von der Grundschule rege genutzt, den größten Zeitanteil habe jedoch der Vereins- und Gruppensport, wie aus der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung für den Ausschuss hervorgeht. Die Halle sei von den Maßen und der Ausstattung her grundsätzlich gut geeignet, jedoch seien Dach und Boden sanierungsbedürftig. Außerdem sei die Lüftungstechnik veraltet, was sich nicht nur in den Sommermonaten im Raumklima negativ bemerkbar mache, heißt es. Die Technik stamme im Wesentlichen aus dem Baujahr 1988. Die Stadtverwaltung sehe ein großes Potential für Verbesserungen, allerdings verbunden mit einer baulichen Erweiterung. Vor rund drei Jahren ist ein Notausgang im hinteren Bereich der Halle barrierefrei hergerichtet worden. Rollstuhlfahrer können so direkt in die Turnhalle, müssen dann aber einmal außen um die Turnhalle fahren, um die Behindertentoilette am Haupteingang nutzen zu können. Das soll sich nach den Planungen künftig ändern.

Zwei Planungsvarianten wird die PDA im Ausschuss vorstellen. Eine mit einer aus Sicht der Verwaltung optimalsten Lösung (Variante I) und eine, die nur die dringend notwendigen Maßnahmen berücksichtigt (Variante II). Bei Variante I seien, so die Stadtverwaltung, erhebliche bauliche Erweiterungen notwendig. Vorgesehen ist dabei ein Anbau im Foyer-Bereich. Dort soll Platz für eine barrierefreie Rampe geschaffen werden, über die der Weg in die Halle führt. Außerdem sollen Räume für technische Anlagen und ein Materiallager vorgehalten werden. „Die Geräteräume sind zum Bersten voll“, sagt Stadtplanerin Michaela Besecke. Die Kostenschätzung für diese Variante beläuft sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Bei Variante II, die nur die dringensten Maßnahmen und eine barrierefreie Anbindung mit den geringsten Mitteln vorsieht, wird es statt einer Rampenanlage einen Plattformlift direkt an der Tribüne geben. Ein Anbau ist an der Rückseite zum Johannisschulgebäude hin vorgesehen. Das Foyer bleibt unverändert. Weitere Lagermöglichkeiten sind bei Variante II nicht eingeplant. Die Kostenschätzung beträgt hierfür rund zwei Millionen Euro.

Wie aus der Sitzungsvorlage für den Ausschuss hervorgeht, favorisiert die Stadtverwaltung die Variante I. Eine Rampe sei im Vergleich zu einem Plattformlift praktikabler und würde auch von Menschen mir Rollatoren oder Kinderwagen genutzt werden, heißt es. Es würde einen weiteren Abstellraum geben und durch den umgestalteten Eingangsbereich eine multifunktionalere Nutzung des Foyers bei Veranstaltungen mit Publikum ermöglichen.

Eine komplette Sanierung sei ohne Fördermittel nicht realistisch, so die Stadtverwaltung, die anregt, ein Förderantrag beim Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ zu stellen. Die maximal mögliche Förderhöhe liege jedoch bei 1,5 Millionen Euro. Deswegen werde auch geprüft, so die Stadtverwaltung, ob die Dachsanierung mit Installation einer Photovoltaikanlage eventuell extra und im Rahmen eines Förderprogramms zum Klimaschutz möglich sei.

Der Schul- und Sportausschuss tagt am Dienstag (1.12.) um 18 Uhr im Rathaus. Auf der Tagesordnung steht außerdem die Anschaffung von Luftreinigern für die Schulen. Interessierte Zuhörer sind willkommen.

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