Schüler untersuchen Folgen von Digitalisierung auf die Gesellschaft
Begabtenförderung auch in Corona-Zeiten

Billerbeck/Havixbeck. Welche Folgen hat die Corona-Pandemie für die gesamte Gesellschaft? Diese Frage wird in den vergangenen Wochen immer wieder thematisiert und diskutiert. Dass es in vielen Bereichen einen starken Digitalisierungsschub gibt, zeichnet sich schon ab: Viele Berufszweige arbeiten vermehrt oder ausschließlich im Homeoffice, Schule findet phasenweise digital statt, die Lehre der Universitäten fast ausschließlich. Selbst Hobbys können im Moment nur digital durchgeführt werden, zum Beispiel Tanz- und Malkurse in Online-Treffen.

Mittwoch, 02.12.2020, 14:20 Uhr
Schülerinnen und Schüler der AFG setzen sich im Rahmen des 68. europäischen Wettbewerbs mit verschiedenen Aspekten der Digitalisierung auseinander. Foto: Franziska Dittert

13 Schüler der Jahrgänge 8 und 9 der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) Havixbeck und Billerbeck befassen sich im Rahmen des 68. europäischen Wettbewerbs „Digital EU – and you“ mit der Frage, was die Digitalisierung der Gesellschaft für Folgen hat, wie die AFG in einer Pressemitteilung schreibt. Die Teilnahme an Wettbewerben im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich ist ein Baustein der individuellen Förderung an der AFG.

Voller Ideen und mit ganz vielfältigen Ansätzen untersuchen besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, was die Digitalisierung für ihr eigenes Heranwachsen und ihre persönliche Entwicklung bedeutet und welchen Einfluss sie auf ihr zukünftiges Arbeitsleben sehen. Eine Schülergruppe befasst sich außerdem mit der Frage, wie sie negative Aspekte der Digitalisierung wie Beleidigungen im Internet – sogenannten „Hatespeech“– wahrnehmen und was sie dem entgegensetzen können.

„Wir animieren einen Trickfilm, den wir selbst zeichnen“, stellt Levin Düsterhus begeistert die Arbeit seiner Gruppe vor, „wir machen das zum ersten Mal und lernen total viel Neues.“ Eine weitere Gruppe dreht ein Musikvideo zu einem selbstkomponierten Song. Aber auch analoge Arbeiten werden erstellt, wie eine großformatige Zeichnung oder ein selbstgeschriebenes Buch, so die AFG in der Mitteilung weiter.

„Das ist das Schöne am europäischen Wettbewerb, dass die Schülerinnen und Schüler so unterschiedliche Ausdrucksmöglichkeiten nutzen können: Musik, Film, Bild, Text, alles ist möglich. Und das diesjährige Thema passt sehr gut zur Lebenswelt der heutigen Heranwachsenden. Ich denke, das ist ein Grund dafür, dass die Gruppe so engagiert bei der Sache ist“, berichtet die betreuende Lehrerin Dr. Franziska Dittert und fügt noch hinzu: „Ich freue mich, dass dieser Baustein der individuellen Förderung auch in diesen schwierigen Zeiten möglich ist, denn für die Heranwachsenden ist das gerade jetzt besonders wichtig.“

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