Ludgerischule startet kommenden Montag mit Präsenzunterricht
„Wir werden täglich wechseln“

BIllerbeck. Die Vorbereitungen sind getroffen, die Gruppen gebildet. Ab kommenden Montag startet der Wechselunterricht an der Ludgeri-Grundschule. „Das ist eine große Herausforderung, die wir gerne annehmen“, sagt Schulleiterin Beate Balzer. Auch wenn es nochmal herausfordernder werde als bislang schon. Schließlich steht Präsenz- und Distanzunterricht sowie Notbetreuung gleichermaßen auf der Tagesordnung.

Samstag, 20.02.2021, 13:04 Uhr
An der Grundschule startet am kommenden Montag der Wechselunterricht. An den weiterführenden Schulen kehren alle Schüler der Abschlussjahrgänge in den Präsenzunterricht zurück. Foto: Ludgeri-Grundschule

„Wir werden täglich wechseln“, informiert die Schulleiterin. „Jede Klasse ist in zwei Gruppen aufgeteilt.“ Jede Gruppe kommt alle zwei Tage zum Unterricht in die Schule. Die einen montags und mittwochs, die anderen dienstags und donnerstags. Der Freitag ist der große Wechseltag. Jede Gruppe erhält an diesem Tag alle 14 Tage Unterricht in der Schule. „Damit jede Gruppe den gleichen Umfang erhält“, erklärt Beate Balzer. An jedem der beiden Grundschul-Schulstandort werden es pro Tag rund 90 Kinder sein, die unterrichtet werden. Die Buskinder sind jeweils in einer Gruppe untergebracht.

An den Tagen, an denen die Kinder nicht in der Schule sind, erledigen sie zu Hause Aufgaben. Sie sollen aber auch über die Lernplattform „Teams“ unterstützt werden. Das heißt: Fragen können darüber an die Lehrkräfte gerichtet werden, diese sollen dann im Tagesverlauf beantwortet werden. Videokonferenzen können nur in Einzelfällen ermöglicht werden.

Der Verein der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (KJFH) unterstützt die Grundschule mit pädagogischen Fachkräften in der Notbetreuung, bei der auch die Bundesfreiwilligendienstler der Schule eingesetzt werden. „Denn wir brauchen alle Lehrer im Unterricht“, sagt Beate Balzer. Der Bedarf bei der Notbetreuung sei hoch und die Tendenz weiter steigend. In den vergangenen Tagen sei das Telefon heiß gelaufen. „Wir haben minütlich Anmeldungen gekriegt“, berichtet die Schulleiterin. Derzeit seien rund 70 Kinder in der Notbetreuung, um die 85 werden für die nächsten Wochen erwartet. „Sie werden aber nicht alle jeden Tag in den Notbetreuungsgruppen sein“, so Beate Balzer. Wenn sie Präsenzunterricht hätten, dann beispielsweise nicht.

Die Schulleiterin geht davon aus, dass pro Standort ein bis zwei Notbetreuungsgruppen angeboten werden – jahrgangsübergreifend. „Das ist uns anders nicht möglich. Wir werden einen großen Raum suchen, wo viel Abstand gehalten werden kann“, sagt sie.

In dem Wechselunterricht sieht die Schulleiterin eine große Chance. „Das Infektionsgeschehen kann besser kontrolliert werden und mit unserem Hygieneplan sind wir sehr gut aufgestellt“, berichtet Beate Balzer, die zugleich betont, dass aber auch mehr Lehrer in die Klassen müssen. „Wir sollen einen fachlich qualitativ hochwertigen Unterricht bieten, dafür müssen wir auch die Fachlehrer einsetzen. Aber ich sehe da keine Probleme“, sagt sie. Schließlich würden die Lehrkräfte alle FFP2-Masken tragen. Außerdem werde in Kooperation mit der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) gerade organisiert, dass sich die Lehrerinnen und pädagogischen Mitarbeiter zweimal pro Woche an beiden Standorten direkt vor Ort testen lassen können. „Das ist ein großes Pfund der Prävention und des Infektionsschutzes“, so Beate Balzer. Auch die Kinder müssen medizinische Masken tragen – auch an ihrem Platz, wie das Schulministerium am Freitag bekannt gab. Bis zur Klasse 8 gelte folgendes: Sollte eine medizinische nicht passen, dürfe auch eine Alltagsmaske getragen werden.

Weil kleinere Gruppen unterrichtet würden, so Balzer, wäre es möglich, individueller auf jeden Schüler einzugehen. Förderunterricht werde gezielt im Stundenplan integriert und passgenau angeboten. Das sei vor allem in der jetzigen Situation sehr wichtig für die Kinder, betont Beate Balzer. Eine zusätzliche Betreuung für Kinder aus benachteiligen Familien gebe es ebenfalls. Mitarbeiterinnen der Fachstelle Schulsozialarbeit von der KJFH unterstützen dort, wo es beim Home-Schooling Probleme gebe.

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