Situation vor dem DRK-Testzentrum sorgt für Diskussionen
Eltern sind noch nicht zufrieden

Billerbeck. Fast vier Wochen ist das Testzentrum des DRK-Kreisverbands am Schulgebäude zwischen Jugendzentrum und Kita „Berkelbande“ jetzt in Betrieb, da melden sich die Eltern, die vor dem Start schon Bedenken gegen den Standort formuliert hatten, erneut zu Wort. Und Anne Uckelmann, Vorsitzende des Fördervereins, nimmt stellvertretend für den Elternbeirat kein Blatt vor den Mund: „Die Gesamtsituation ist eine Zumutung.“ Vor allem die Stadt Billerbeck fordern die Eltern auf, die vor dem Start gemachten „Versprechungen“ für eine zufriedenstellende Situation endlich umzusetzen.

Freitag, 09.04.2021, 06:02 Uhr
Eine Szene an einem besonders stark besuchten Tag: Die Testwilligen warten auch auf der Pflaster- und der Rasenfläche, das kritisieren Eltern der Kita „Berkelbande“. Fotos: privat Foto: az

Immerhin sei – wenn auch erst vor wenigen Tagen – ein weiterer abgesperrter Außenbereich markiert worden, auf dem die Kinder an der frischen Luft spielen können, weil die sonst genutzte Pflasterfläche direkt vor dem Eingang zum Testzentrum nicht mehr zur Verfügung stehe. Noch immer fehlten aber Schilder, die Parkflächen nur für Kita-Eltern ausweisen. Sehr beunruhigt seien viele Eltern auch angesichts der Warteschlangen, die sich regelmäßig am Testzentrum bilden. Die Eingangssituation und das offenen Gelände machten es schwierig, die Kinder vom Testzentrum abzuschirmen. Die Wartenden stünden auf der Rasenfläche und auch auf dem Rest der Pflasterfläche vor der Kita. Kontakte, vielleicht sogar mit infizierten Personen, könnten nicht ausgeschlossen werden. „Unsere Kinder werden außerdem permanent von den Wartenden begafft und angesprochen.“ Selbst wenn viele Menschen es freundlich meinten: „Auch Kinder haben ihre Privatsphäre.“ Immer wieder stünden außerdem auch Kinder in der Warteschlange, die ebenfalls spielen wollten – ohne Abgrenzung zu den Kita-Kindern. Uckelmann fasst zusammen: „Wir sind maßlos vom DRK als Träger der Einrichtung und von der Stadt Billerbeck enttäuscht.“ Auf einem Schulgelände und neben einer Kita – viel schlechter könne man den Standort für ein Testzentrum nicht auswählen.

Die Kritik der Eltern weist Bürgermeisterin Marion Dirks zurück: „Aus unserer Sicht halten wir unsere Zusagen ein.“ Die Stadt habe der Kita nach entsprechenden Absprachen einen zweiten Außenbereich zur Verfügung gestellt. Die neuen Schilder seien bestellt und würden in Kürze aufgestellt. Im Eingangsbereich sei durch ein Gitter eine getrennte Zuwegung geschaffen worden. Dem Argument des Gaffens könne sie nicht folgen, so Dirks.

Dringend bittet sie die Eltern um Verständnis für die besondere Lage angesichts der Pandemie-Situation. „Das Schulgrundstück ist groß, da muss ein gutes Miteinander möglich sein“, appelliert die Bürgermeisterin an die Kompromissfähigkeit der Eltern.

Die denken schon mit Besorgnis an den Schulstart und die bevorstehenden langen Feiertags-Wochenenden, an denen sie wieder großen Andrang im Testzentrum erwarten.

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