Neue Abteilungsleitung „Bauen und Wohnen“
SPD stellt Qualifikation in Frage

Kreis Coesfeld. Die SPD im Kreis Coesfeld kritisiert die Besetzung des Abteilungsleitung „Bauen und Wohnen“ im Dezernat I der Kreisverwaltung durch den bisherigen Geschäftsführer des Fachbereichs Bus beim Zweckverband Mobilität Münsterland, Gerrit Tranel (Coesfeld). Das werfe „Fragen nach den Hintergründen“ auf, so die SPD. Fraktionschef Johannes Waldmann stellt die Qualifikation in Frage. „Die Abteilung Bauen und Wohnen sollte von einer Person geleitet werden, die eine Qualifikation als Bauingenieur hat“, sagt er. Zudem hält es die SPD für unzulässig, dass Tranel offensichtlich sein Ratsmandat in der Stadt Coesfeld behalten werde und dennoch die Stelle in der Kreisverwaltung antreten will (wir berichteten). Bislang gehörte die obere Bauaufsicht auch über die Stadt Coesfeld zur Aufgabe der Abteilungsleitung.

Montag, 12.04.2021, 20:20 Uhr

„Die Stelle der Abteilungsleitung kann es nur mit den vollumfänglichen Aufgaben geben. Der Landrat scheint hier einen Extrazuschnitt für Herrn Tranel vorzunehmen und verliert dabei vollkommen die fachlichen Ansprüche einer effizienten und qualifizierten Verwaltungsstruktur aus dem Blick“, so Waldmann.

„Wie soll es in der Praxis aussehen, wenn die obere Bauaufsicht baurechtliche Entscheidungen der Stadt Coesfeld prüfen muss und der eigene Abteilungsleiter an diesen Beschlüssen in seiner Funktion als CDU-Ratsherr beteiligt war?“ Das könne nicht im Sinne der Bürger sein.

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert, dass der Aufgabenzuschnitt in der Abteilungsleitung „Bauen und Wohnen“ unverändert bleibt. Tranel müsse sich dann überlegen, ob er die Stelle antritt oder sein Ratsmandat niederlegt. Offene Frage bleibe zudem, warum Tranel überhaupt seine bisherige Aufgabe beim ZVM Bus verliere, so die SPD.

„Der Kreis Coesfeld verliert beim ZVM Bus einen engagierten Streiter für guten ÖPNV im ländlichen Raum“, sagt Hermann-Josef Vogt, stellvertretender Landrat. „Tranel hat die Aufgaben, die ihm politisch vom Kreis Coesfeld aufgegeben worden sind, gut und richtig umgesetzt.“ Darum sei unverständlich, dass er abberufen werde und eine Aufgabe in der Kreisverwaltung übernehmen soll, die nicht seinen Kompetenzen entspreche, meint Vogt.

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