Freibad-Öffnung und Verkauf der Saisonkarten
„Ich freue mich, dass wir dabei sind“

Billerbeck. Das Freibad soll öffnen, die Freilichtbühne proben, kulturelle Veranstaltungen stattfinden und Sportangebote des DJK-VfL und des TC Billerbeck starten. Am kommenden Montag beginnt in Billerbeck das Projekt „Modellregion“ des Kreises Coesfeld – mit ausgewählten Angeboten. Dabei besteht die Möglichkeit, Öffnungen in bestimmten Bereichen in der Pandemie unter wissenschaftlicher Begleitung auszuprobieren.

Freitag, 30.04.2021, 06:58 Uhr
Bald können Bürger im Freibad schwimmen: Im Rahmen des Projektes „Modellregion“ soll es am Samstag (8. 5.) öffnen. Maximal 500 Personen dürfen sich gleichzeitig auf dem Freibad-Gelände aufhalten. Foto: Archiv

„Ich freue mich, dass wir dabei sind“, sagt Bürgermeisterin Marion Dirks. „Ich habe von Anfang an vorgeschlagen, dass sich der Kreis beteiligt. Ich bin der Meinung, dass unter freiem Himmel auch bei den jetzigen Zahlen viel möglich ist.“ Die Menschen bräuchten Abwechslung. Das sei für die Gesundheitsentwicklung auch wichtig. Dabei müssten natürlich alle Vorsichtmaßnahmen getroffen und eingehalten werden. Der Kreis Coesfeld hat eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht, die die rechtliche Grundlage bietet. Das Land alles genehmigt. Abhängig sind Öffnungen und Angebote allerdings von der Sieben-Tages-Inzidenz des Kreises. „Das Damoklesschwert schwebt über uns“, so Hubertus Messing (Stadt Billerbeck). Die Inzidenz muss konstant unter 100 liegen. Steigt die Inzidenz an mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern, müssen die Lockerungen wieder zurückgenommen werden. „Wir sind aber nach wie vor zuversichtlich“, so Messing.

Der DJK-VfL, der TC, die Freilichtbühne sowie die Stadt, die das Freibad öffnet und kulturelle Veranstaltungen anbietet, haben umfangreiche Hygiene- und Schutzkonzepte erarbeitet. Sie seien seitens des Landes für gut befunden und genehmigt worden, berichtet Messing, der zudem informiert, dass die Stadtverwaltung die Durchführung der Vereins-Angebote begleiten werde. Wer eines der Angebote – sei es der Besuch des Freibades oder von Kulturveranstaltungen, des Trainings oder der Proben – wahrnehmen möchte, muss eine ärztliche Bescheinigung oder einen negativen Corona-Schnelltest (keine Selbsttests) vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Bei der Kontaktverfolgung wird vor allem auf die Luca-App gesetzt, bei den Fußballern auf die FLVW-Checkin-App. Der Projektzeitraum ist zunächst auf drei Wochen ausgelegt. Laufe es gut und ließen es die Inzidenzzahlen zu, könne es sein, dass über weitere Maßnahmen nachgedacht werde. Das müsse dann aber laut Messing wieder mit dem Land abgeklärt werden. Eine Idee sei, Reha-Sport zu ermöglichen. Auch ein Trainingsbetrieb im Fußball-Seniorenbereich sei denkbar. „Das ist nach der Allgemeinverfügung eigentlich jetzt schon möglich, weil darin keine Altersbegrenzung angegeben ist, aber wir wollen erst Erfahrungen sammeln“, erklärt Messing.

Das Freibad soll nach aktuellen Planungen am 8. Mai (Samstag) um 10 Uhr öffnen. Maximal 500 Personen dürfen sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. Zudem sollen zwei Konzerte im Rahmen des städtischen Kulturprogramms auf der Freilichtbühne stattfinden: „Hootin´the Blues“ spielen am Samstag (15. 5.) ab 20 Uhr. Der Kinderliedermacher „Christian Hüser“ tritt am Sonntag (16. 5.) ab 11.15 Uhr auf.

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