Coesfeld
Über versenkbare Poller gestolpert

Coesfeld. Einen Moment in Gedanken und schon war es passiert. Bärbel Steenbreker ist über die versenkbaren Poller zwischen Notaufnahme des Krankenhauses an der Beguinenstraße und dem neuen Jakobi-Wohnpark an der Ritterstraße gestolpert und hat sich den Oberarmkopf gebrochen. „Ich habe noch gesehen, wie sie sich abgesenkt haben, weil ein Rettungswagen dort her gefahren ist. Schließlich waren sie auf gleicher Ebene wie der Fußgängerweg und ich dachte, ich kann auch noch drüber gehen. Aber das war ein Fehler.“ Denn in dem Moment hoben sich die Poller wieder und sie stolperte. „Ich habe den Widerstand noch gemerkt, aber da war es schon zu spät. Ich habe das akustische Warnsignal wirklich nicht gehört“, erinnert sich die 65-Jährige. „Es soll auch ein optisches Signal geben durch einen blinkenden Ring, aber wenn die Poller im Boden sind und gerade erst wieder auftauchen, sieht man die Lichter noch nicht.“

Montag, 04.03.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 05:02 Uhr
Wenn die Poller ausgefahren sind, sieht man den blinkenden Ring am oberen Rand, die Ampel steht auf Rot. Die Stadt will nun noch zusätzlich eine Markierung am Boden rund um die Poller anbringen. Foto: Jessica Demmer

Sie habe gehört, dass bereits auch andere dort gestolpert seien und wolle nun vermeiden, dass es weiteren Personen passiert. Um die Stadt, deren Eigentum die Poller sind, weil sie auf städtischem Grund stehen, darauf aufmerksam zu machen, war Bärbel Steenbreker auch schon in der Bürgermeister-Sprechstunde.

Dort war das Thema bereits bekannt, denn sie ist nicht die einzige, die durch die Poller bereits ins Straucheln gekommen ist, wie Stadtsprecherin Andrea Zirkel auf Nachfrage bestätigt.

Seit Sommer 2016 gibt es die Poller am Krankenhaus, um die Durchfahrt für Rettungswagen zu ermöglichen, erklärt sie. „Leider haben sich seit der Inbetriebnahme vereinzelt Verkehrsteilnehmer bei uns gemeldet, die mit ihnen kollidiert sind: Radler oder Fußgänger, die den Bereich schon während des Herausfahrens der Poller kreuzten, kamen ins Stolpern.“ Dabei sei das Queren dieses Bereiches aufgrund der Warnsignale eigentlich eine sichere Sache. „Bei Dunkelheit sind sie dauerhaft beleuchtet, daneben steht eine Ampel, die prinzipiell auf Rot gestellt ist. Die Besatzung des RTW betätigt bei Bedarf einen Funktaster, die Poller fahren herunter und geben ein optisches und akustisches Signal. Wenn die Poller versenkt sind, springt die Ampel auf „Grün“, derRettungswagen kann passieren. Dann wechselt die Ampel wieder auf „Rot“, die Poller fahren – ebenfalls mit Licht und Ton – wieder nach oben. Stoßen sie dabei allerdings auf einen Widerstand, fahren sie direkt wieder runter.“

Die Stadt hat die Rückmeldungen nun zum Anlass genommen, um neben den optischen und akustischen Warnsignalen noch weiter aufzurüsten. „Um die Sichtbarkeit und damit auch die Sicherheit dauerhaft noch weiter zu erhöhen, hat die Straßenverkehrsabteilung hier im Ordnungsamt angeordnet, dass am Sockel der beiden Poller zusätzlich noch eine Signalmarkierung auf dem Pflaster angebracht wird“, stellt Andrea Zirkel in Aussicht. „Eine Markierungsfirma ist bereits beauftragt, je nach Wetterlage wird das Anbringen der neuen Markierung dann kurzfristig erfolgen.“

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