Coesfeld
Fantastische Reise mit buntem Mix

Coesfeld. „Come with me to the wonderland“ – diese Zeile des Liedes „The Hollywood Wiz“ aus dem Musical „Paramour“ könnte als Titel über der fantastischen Reise durch die emotionale Welt der Musicals stehen, mit der fünf großartige Sänger und sechs kongeniale Musiker der Musical Company ihr Publikum in zwei ausverkauften Vorstellungen auf der Freilichtbühne beglücken.

Montag, 22.07.2019, 11:00 Uhr
Mit ihren prächtigen Ensemble-Nummern, prickelnden Duetten und stimmungsvollen Soli reißen (v.l.) Deimos Virgillito, Simon Tunkin, Alexandra Gentzen, Corie Townsend und Tracy Plester begleitet von einer kongenialen Band das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Foto: az

Die Company ist regelmäßig Gast in Flamschen und reißt genauso regelmäßig die Zuschauer zu Begeisterungstürmen hin mit ihrer höchst unterhaltsamen Mischung aus klassischen Musicals, bekannten Highlights und ganz neuen Produktionen. Gleich 28 neue Titel haben sie in diesem Jahr im Programm, erklärt der musikalische Leiter Axel Törber, der als Moderator charmant durchs Programm führt und allerlei Wissenswertes über die zahllosen Musicals zu berichten weiß. Gerade die Mischung aus Neuem und Bekanntem macht den Reiz aus. Da kann man in Erinnerungen schwelgen, wie bei dem von Corie Townsend wunderbar interpretierten „Der ewige Kreis“ („König der Löwen“) oder es wird Neugier geweckt, etwa wenn in dem mitreißenden Tango „Herzknoten“ (aus „Paramour“, das seit April in Hamburg läuft) zwei Männer um eine Frau buhlen, aber „einen Tango tanzt man nicht zu dritt“.

Im Wechsel von prächtigen Ensemblenummern, prickelnden Duetten und stimmungsvollen Soli bedienen Alexandra Gentzen, Corie Townsend, Tracy Plester, Simon Tunkin und Deimos Virgillito gekonnt alle Gefühlslagen von schmelzender Romantik bis umwerfender Komik. Ständig wechselnde Kostüme, ausgefeilte Choreografien und eine stimmungsvolle Lichtregie sorgen darüber hinaus für einen echten Augenschmaus, sodass die fast vier Stunden Konzert wie im Flug vergehen.

Sowohl die Sänger als auch die Musiker, die sich gegen Ende des Abends in entfesselten Soli präsentieren (spitze!), sind mit großem Spaß bei der Sache. Klasse, wie die Sänger in Sekundenschnelle in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen.

So bekundet Simon Tunkin mit „Ol’Man River“ emotionale Tiefe, brilliert als Phantom im schmelzenden Duett mit Gentzen und zeigt in Liedern aus „Arielle“ und „Aladin“ sein komödiantisches Talent. Köstlich auch die Männer als tanzende Nonnen oder in flippigen Abba-Kostümen. Die temperamentvolle rothaarige Corie Townsend beweist Ausdrucksstärke und Stimmgewalt, etwa bei „Shallow“ aus dem Lady-Gaga-Musical „A Star is born“ oder als Rockröhre Tina Turner. Alexandra Gentzen begeistert nicht nur in Liebesduetten, sondern auch als charmante Mary Poppins mit dem Zungenbrecher „Superkalifragilisticexpaligetisch“. Die kesse Tracy Plester brilliert mit „Cabaret“ und einem wunderbaren „Weine nicht um mich Argentinien“. Und der quirlige Deimos Virgillito läuft im langen Finale als Udo-Double und als Rocker zur Höchstform auf. Am Ende gibt es vom tobenden Publikum stehende Ovationen.

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