Coesfeld
800 Euro Geldbuße für Ohrfeige und Flüche

Coesfeld. Aufatmen konnte ein 26-jähriger Coesfelder, der sich beim Amtsgericht wegen Körperverletzung und versuchter Nötigung verantworten musste. Der Richter stellte das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße von 800 Euro ein. Das Geld kommt dem Bunten Kreis Münsterland zu Gute.

Freitag, 04.10.2019, 11:04 Uhr

Der Coesfelder war angeklagt worden, weil er im April einer Sicherheitskraft in einer Diskothek eine Ohrfeige gegeben haben soll. Außerdem soll er den Türsteher mit „Morddrohungen“ traktiert haben.

Der 26-Jährige sagte aus, dass er von der Sicherheitskraft gebeten worden sei, eine Zigarettenschachtel aufzuheben, die er gar nicht auf den Boden geworfen habe. Außerdem habe er sich darüber geärgert, dass ihm der Einlass verweigert worden sei. Vier Sicherheitskräfte hätten ihn daraufhin festgehalten und ihm Handfesseln angelegt, was schmerzhaft gewesen sei.

Der 26-Jährige, der zum Tatzeitpunkt einen Alkoholpegel von 1,5 Promille hatte, zeigte sich in der Verhandlung geständig und entschuldigte sich bei der Sicherheitskraft für sein Verhalten.

Der Verteidiger des Angeklagten erläuterte, dass sich sein Mandant „willkürlich behandelt gefühlt“ habe. Daher habe dieser „Flüche“ gegenüber dem Personal der Diskothek ausgesprochen. „Das war ein Ausrutscher meines Mandanten“, machte der Verteidiger deutlich. Er räumte ein, dass sein Mandant das Hausverbot hätte akzeptieren und einfach weggehen können. „Aber das wäre lebensfremd gewesen“, sagte er. Der Verteidiger hielt eine Geldbuße von 600 Euro für angemessen. Vom Angeklagten selbst kam schließlich die Idee, das Geld kranken Kindern zur Verfügung zu stellen.

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