CDU, SPD und Grüne stellen Antrag zum „Grimpinger Hof“
Machbarkeitsstudie zum Mini-Tierpark

Coesfeld. Die Idee des Coesfelders Markus Köchling, im Stadtpark an der Billerbecker Straße einen Mini-Tierpark als ökologischen Lernort einzurichten, hat mittlerweile viele Unterstützer gefunden (wir berichteten). In einem gemeinsamen Antrag schlagen die Fraktionen von CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen jetzt vor, bei Köchlings Firma A&A Parkdesign eine Machbarkeitsstudie für das Projekt „Grimpinger Hof“ in Auftrag zu geben. Sie soll detailliert zeigen, wie es realisiert werden kann. Der Rat soll dafür die erforderlichen Mittel – die Höhe ist noch unklar – im Haushalt für 2020 bereit stellen. Dieser Antrag kommt heute im Umwelt-Ausschuss des Stadtrates auf den Tisch.

Mittwoch, 04.12.2019, 10:32 Uhr
Foto: az

Die Verwaltung hält das Projekt für „interessant“ und „außergewöhnlich“, aber auch „in vieler Hinsicht ambitioniert“. Skepsis scheint in ihrer Stellungnahme durch, in der sie darauf verweist, dass zum Beispiel die Integration der Gebäude – Ställe und gastronomische Einrichtungen – in den Landschaftsraum „eine gestalterische Herausforderung“ sei. Probleme könnte es auch mit dem Denkmalschutz geben. Denn die Fegetasche ist Rest der historischen Wasserführung der ehemaligen Zitadelle. Und die Lindenallee markiert die frühere Zufahrt zur Toranlage. Beides muss unangetastet bleiben. Köchling hat bereits angekündigt, das zu berücksichtigen.

Die Verwaltung verweist zudem auch auf die nicht zu unterschätzenden Folgekosten. Wie soll der laufende Betrieb finanziert werden? Nur über den Gewinn der gastronomischen Betriebe oder auch über laufende Zuschüsse der Stadt? Bestandteil der Machbarkeitsstudie müsse daher auch „ein konkreter Businessplan“ sein, „aus dem Kosten und Erträge abgeleitet werden können“, so die Verwaltung.

Bevor der „Grimpinger Hof“ ins Spiel kam, war schon einmal angedacht, einen größeren Spielplatz mit „Wasserlandschaft“ im Stadtpark anzulegen. Auch dazu, meint die Verwaltung, sollten nun detailliertere Pläne entwickelt und der Kostenrahmen ermittelt werden. Das würde am Ende einen Vergleich beider Projekte hinsichtlich von Kosten und Nutzen ermöglichen.

Bis zur Realisierung fließt noch viel Wasser die Berkel hinab. Vorgesehen ist zunächst im Rahmen des Projektes Natur-Berkel die Verlegung des Honigbachs. Die Planung und Ausschreibung dieser Wasserbaumaßnahme soll 2020/21 erfolgen. Bagger rücken dafür dann 2021/22 an. Die Umgestaltung des Stadtparks kann frühestens 2023/24 in Angriff genommen werden.

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