Verzögerungen für Bauprojekte am Gerlever Weg und an der De-Bilt-Allee
Interims-Kita im Schulpavillon

Coesfeld. Weil sich Neubauprojekte verzögern und die Anmeldezahlen steigen, ist in Coesfeld eine weitere Interims-Kita nötig. Wie Stadtsprecherin Andrea Zirkel gestern auf Nachfrage bestätigte, soll sie im Pavillon auf dem Gelände der Martin-Luther-Schule eingerichtet werden. Die zieht ja bekanntlich im nächsten Jahr vom Köbbinghof zur Franz-Darpe-Straße ins ehemalige Gebäude der Jakobi-Schule um. Ob die Not-Kita auch schon zum 1. August 2020, passend zum Start des Kindergartenjahres, fertig sein wird, ist noch unklar. Nach Angaben von Zirkel sind noch bauliche Veränderungen nötig, um die vom Landesjugendamt geforderten Auflagen zu erfüllen. Die Interims-Kita soll 22 Kindern Platz bieten. Mitgenutzt werden soll ein Bewegungsraum im Hauptgebäude.

Donnerstag, 05.12.2019, 15:52 Uhr
Im Pavillon der Martin-Luther-Schule am Köbbinghof sollen 22 Kinder, 17 davon unter drei Jahre, untergebracht werden. Foto: Detlef Scherle

Im Jugendausschuss beschäftigten sich die Mitglieder am Dienstagabend mit den Gründen für die Verzögerungen bei den geplanten Neubauprojekten. Wie Beigeordneter Dr. Thomas Robers erklärte, könnte am Gerlever Weg jetzt eigentlich mit dem Bau begonnen werden – allerdings hat zwischenzeitlich ein Anwohner Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan erhoben. Der Ausgang dieses Verfahrens muss nun abgewartet werden. „Wir messen der Klage keine Aussicht auf Erfolg zu“, zeigte sich Robers optimistisch. Für die Erweiterung der Arche-Kita an der De-Bilt-Allee ist nach seinen Angaben zwischenzeitlich das Raumprogramm abgestimmt worden.

Robert Böyer von Pro Coesfeld griff die Verwaltung wegen der Verzögerungen bei den Kita-Bauprojekten scharf an. „Mich verärgert das“, kommentierte er eine von der Verwaltung vorgelegte Prioritätenliste für den Baubereich, auf dem die Arche als noch am schnellsten zu verwirklichende Einrichtung ziemlich weit unten auftaucht. „Ihr ist noch nicht einmal ein Bearbeiter zugeordnet“, klagte er. Robers verteidigte die Priorisierung mit dem Hinweis, dass die Anzahl der Projekte im Baubereich „riesig“ sei. Hinzu komme, dass in der Abteilung aufgrund von Krankheit und Fluktuation Personalmangel herrsche. Neue Mitarbeiter, berichtete er, seien derzeit kaum zu bekommen. „Der Architektenmarkt ist leergespült“, erläuterte er.

Außerdem werde in dem Bereich der Verwaltung sehr viel Arbeit geleistet, die wichtig, aber derzeit noch nicht sichtbar sei. Die Planungen für die Sanierung des Schulzentrums binden jetzt schon viel Zeit, nannte er ein Beispiel.

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