Das a.gon Theater München fasziniert Groß und Klein im Konzert Theater
Im Reich der verrückten Gestalten

Coesfeld. Die Großmutter erzählt Gerda und Kay ein Märchen, die Kinder schlafen ein, fangen an zu träumen und nehmen die kleinen und großen Zuschauer im Konzert Theater mit in ihr fantastisches Reich voller verrückter Gestalten und seltsamer Begegnungen. Das a.gon Theater München spielt Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ als eine moderne Musicalfassung, deren Figuren mit liebevollem Witz gezeichnet sind.

Donnerstag, 05.12.2019, 19:42 Uhr
Die Spannung steigt: Kay, Gerda und das Rentier auf der Flucht aus dem Kristallpalast. Foto: Ursula Hoffmann

Ein Teufel springt zur Freude der Kinder lustig durchs Publikum, verteilt Bonbons für Karies und könnte sein Leben so richtig genießen, wenn ihm die Eiskönigin, „die eiskalte Spaßbremse“, nicht immer Aufträge geben würde. Sie will einen netten Jungen zur Gesellschaft. „Nette Jungen gibt es nicht“, stellt er fest, trifft dann aber Kay und verzaubert ihn mit Spiegelscherben, so dass er seine Freundin Gerda vergisst und der Eiskönigin in ihr Reich folgt. Gerda macht sich bekanntlich auf den Weg, ihren Freund zu suchen. Die Abenteuer, die sie dabei erlebt, erinnern in diesem Familienmusical ein bisschen an „Alice im Wunderland“. Sprechende Rosen, die sich selbst ein Liebeslied singen, Seifenblasen machende Schachfiguren, Wolken, deren Leichtigkeit durch die Bewegung auf Rollern symbolisiert wird, ein in die Jahre gekommener Rabe, der mit nur einem Flügel nicht mehr fliegen kann, ungeschickte Räuber („Oh, sind die doof“, kommentiert ein Mädchen), ein behäbiges Rentier – alle diese Figuren werden in ihrem ganz besonderen Wesen hervorragend herausgearbeitet.

Schöne, fantasievolle Kostüme, eine besondere Sprechweise und spezifische Bewegungen untermalen ihre Charaktere. Köstlich, wie der Rabe mit krächzender Stimme und steifen Beinen durch die Gegend stolziert. Spaß machen auch die mal poetischen und mal schwungvollen Lieder, die von einer kleinen Band am Bühnenrand live begleitet werden. „Höllenspaß aus Spiegelglas“ singt der Teufel, „Hau drauf und weg“ die Räuber. Als Bühnenbild reicht ein Metallgerüst, dass sich schnell vom Palast der Eiskönigin in ein Iglu oder andere Spielstätten verwandeln lässt. Dazu kommt das Spiel mit Licht und Farben. Eiskalt ist das Weiß der Schneekönigin, flauschig-kuschelig das der Schneeflocken. Für die Liebe steht das Rot der Rosen, für eine gefährlich lodernde Flamme der rote Overall des Teufels. Am Ende dieses unterhaltsamen Spätnachmittags, an dem natürlich die Freundschaft siegt, gibt es die schönsten Lieder, begleitet vom rhythmischen Klatschen der Zuschauer, noch einmal als Zugabe.

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