Mögliche Evakuierung am Donnerstag
Blindgängerverdacht sorgt für schulfrei

Coesfeld (fs). Der Verdacht auf eine Fliegerbombe verschafft den Schülern der Ludgerischule und des Heriburg-Gymnasiums am kommenden Donnerstag (30. 1.) unverhofft einen freien Tag. Der Blindgänger-Verdachtspunkt wurde nach Angaben der Stadt Coesfeld bei den Vorbereitungen für eine Baumaßnahme im Bereich Borkener Straße/Am Berkelbogen festgestellt. Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung wird am Donnerstagvormittag beginnen, diesen Verdachtspunkt freizulegen.

Montag, 27.01.2020, 15:52 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 16:50 Uhr
Im Falle einer Bombenentschärfung am Donnerstag gibt es zwei mögliche Evakuierungs-Radien rund um den Verdachtspunkt Am Berkelbogen. Plan: Stadt Coesfeld Foto: az

Ob dort tatsächlich ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegt, wird sich dann klären. Vor Ort entscheiden die Spezialisten, wie weiter vorgegangen wird. Dabei gibt es zwei mögliche Szenarien:

1. Der Fund ist harmlos: Der freigelegte Gegenstand, womöglich ein altes Metallteil, stellt keine Gefahr dar. Der Kampfmittelräumdienst gibt Entwarnung.

2. Der Verdacht bestätigt sich. Dann gibt der Kampfmittelräumdienst vor, wie weiter verfahren wird. Denkbar ist, dass der gefundene Blindgänger unverzüglich entschärft wird. Aus Sicherheitsgründen ist dann zunächst die Umgebung zu evakuieren. Je nach Kaliber und Bauart des Blindgängers wird ein Radius um die Fundstelle festgelegt; Anwohner müssen den Bereich verlassen, die angrenzenden Straßen werden für den Verkehr gesperrt.

Je nach Art und Größe eines möglichen Blindgängers gibt es zwei denkbare Evakuierungs-Radien. Der erste (250 Meter) würde den Berkelbogen, die Kreuzung Borkener Straße/Konrad-Adenauer-Ring samt E-Center, Aldi und dem mobile der DJK-Eintracht Coesfeld-VBRS umfassen. Der zweite mögliche Radius (500 Meter) schließt unter anderem auch den Baakenesch, die Marienburg, den Haugen Kamp und Westeresch sowie die Reiningstraße und den Ludgeri-Kindergarten ein. Hubertus Brüggemann, der den Einsatz in der Stadtverwaltung koordiniert, erläutert dazu: „Wir bitten die Anwohner: Stellen Sie sich darauf ein – wenn der Kampfmittelräumdienst am Donnerstag einen Blindgänger findet, müssten Sie Ihre Wohnung eventuell verlassen. Wir sind mit der Marienburg bereits in Kontakt, ebenso mit den benachbarten Betrieben und dem Lebensmittel-Center an der Borkener Straße.“ Ebenso bestehe bereits ein Kontakt zu den Busunternehmen, die beispielsweise die Linien R 51 und R 61 bedienen.

Fest steht, dass die Ludgeri-Grundschule am Donnerstag vorsorglich geschlossen bleiben wird, auch wenn sie nicht unmittelbar in der Evakuierungszone liegt. Denn viele Kinder wohnen in dem angrenzenden Bereich, und der Schulweg wird womöglich betroffen sein. Das Heriburg-Gymnasium bleibt ebenfalls auf Entscheidung der Schulleitung vorsorglich geschlossen, damit dort im Ernstfall zügig ein Betreuungszentrum für die Anwohner eingerichtet werden kann.

Ob es dazu kommt, welcher Zeitraum und welcher Radius dann gelten und wie die Buslinien fahren, klärt sich erst am Donnerstagvormittag, teilt die Stadt mit. Wer Fragen zu den Vorbereitungen hat, kann sich im Fachbereich Ordnung und Soziales melden. Die Telefon-Nummern 02541/939- 2415 und -2915 sind ab sofort während der Dienstzeiten bis zum Ende des Einsatzes als Bürgertelefon erreichbar.

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