Letzte Nominierung vor Einreichung der Bürgermeister-Bewerbung
Viermal 100 Prozent für Eliza Diekmann

Coesfeld (ds). Die vier Teile ihres „Kleeblatts“ hat Eliza Diekmann nun zusammen. Als letzte Unterstützergemeinschaft hebt am Montagabend noch „Aktiv für Coesfeld“ die 33-jährige Politikwissenschaftlerin als Bürgermeisterkandidatin auf den Schild: „15 abgegebene Stimmen. 15 Ja. Herzlichen Glückwunsch, Eliza“, gibt Klaus Schneider, Vorsitzender der Wählergemeinschaft, das Ergebnis bekannt. Er legt einen Blumstrauß auf einen Stuhl, schiebt den zu ihr hinüber. Sicherheit in Corona-Zeiten. Diekmann strahlt. Es ist ihr viertes 100-Prozent-Ergebnis in Folge. Auch Pro Coesfeld, SPD und Grüne hatten sie schon einstimmig nominiert. Heute soll die Bewerbung offiziell beim Wahlleiter abgegeben werden.

Mittwoch, 27.05.2020, 11:24 Uhr
Gratulation mit Abstand: Klaus Schneider, Vorsitzender der Wählergemeinschaft „Aktiv für Coesfeld“, wünscht Eliza Diekmann mit einem Strauß Blumen alles Gute für die Bürgermeisterwahl. Foto: az

„Von vielen, die etwas in Coesfeld verändern wollen, werde ich als Projektionsfläche gesehen“, erklärt die Mutter von zwei Kindern. Mit voller Kraft gehe sie an die Aufgabe heran, erläutert sie den Mitgliedern der Wählergemeinschaft bei ihrer Vorstellung. Sie habe in unzähligen Gesprächen „den Eindruck gewonnen, dass ich für das stehe, was sich die Coesfelder auch wünschen“. In Coesfeld, erklärt sie, gebe es sehr viele qualifizierte Leute: „Um aus diesem Potenzial zu schöpfen, brauchen wir eine gute Vernetzung.“ Jemanden, der ermutigt mitzumachen. Das wolle sie sein. Ganz viele Anregungen von Bürgern sind in ihr Wahlprogramm eingeflossen, das sie in Kürze vorstellen will. „Das Bürgermeisteramt sollte neutral und parteilos sein“, betont sie.

Mit „Krawumms“, so Diekmann, habe Corona alle erwischt. Sie habe sich nicht lange überlegt, wie sie da noch Wahlkampf machen könne, sondern gleich losgelegt: „Ich wollte nicht nur quatschen, sondern schon praktisch zeigen, wie ich arbeite.“ So habe sie die Corona-Hilfe mitgegründet, die schon über 1000 Mitglieder habe, die u. a. für Angehörige der Risikogruppen einkaufen, zuletzt auch Westfleisch-Mitarbeiter versorgten. Darüber hinaus habe sie das Autokino mit Fundraising unterstützt und dort zwei ökumenische Gottesdienste initiiert. In ihrem Büro an der Bernhard-von-Galenstraße ist sie weiter jeden Freitagvormittag – auf Abstand – ansprechbar. Sie sei Typ Gestalter und nicht Verwalter, stellt sie klar. Deshalb störten sie auch Aussagen wie „dafür sind wir nicht zuständig“. Ihr gehe es um Lösungen – egal wer formal zuständig ist.

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