Politik will etwas für junge Familien in Lette tun
Meddingheide II bekommt einen Wasserspielplatz

Lette. Die künftigen Bewohner des Baugebietes Meddingheide II, besonders ihre kleinen Kinder, können sich auf eine Attraktion in ihrem Wohnumfeld freuen: Auf dem Spielplatz, der in dem Gebiet vorgesehen ist, soll auch eine Wasser- und Matschstelle eingerichtet werden. Die Verwaltung hatte wegen der hohen Kosten von über 18 000 Euro davon abgeraten. Doch die Politik ließ sich – trotz auch in ihren Reihen kontroverser Diskussion – davon nicht beirren. Das Votum für den Wasserspielplatz, den ersten in Lette, fiel am Ende mit großer Mehrheit aus.

Dienstag, 09.06.2020, 11:16 Uhr

Für die Verwaltung hatte Ludger Schmitz, Planungs-Chef im Rathaus, deutlich gemacht, dass ein solcher Wasserspielplatz eigentlich besser im Dorfzentrum untergebracht werden könnte und nicht „in der Peripherie“. Er verwies darauf, dass im Rahmen der Kirchplatzumgestaltung ohnehin vorgesehen sei, Wasserspiele zu installieren. Außerdem sei es besser, Wasserspielmöglichkeiten auf wenige zentrale Spielplätze zu konzentrieren, bei denen ein natürliches Gewässer in der Nähe ist. In Coesfeld seien das der Schlosspark und (künftig) der Stadtpark. In Lette sei im Rahmen des DIEK-Prozesses am Gemeindeplatz ein Zugang zum Bühlbach vorgesehen.

Doch das überzeugte die meisten Politiker nicht. Für die CDU erklärte Florian Wenning, dass die Erschließung des neuen Baugebietes eine Chance sei, endlich auch in Lette einen Wasserspielplatz zu bekommen. In Coesfeld gebe es schon einen an der Citadelle. „Wir brauchen nichts Großartiges“, hob er hervor und stellte in Frage, warum so etwas 18 000 Euro kosten müsse. Er stellte den Antrag, das Geld für den Wasserspielplatz zur Verfügung zu stellen.

Grünen-Vertreter Hans-Jürgen Braukmann war wegen der hohen Kosten für den Wasseranschluss skeptisch: „Schön ist es, aber teuer.“ Er meinte, dass Eltern ihre Kinder lieber „selber mit Wasser spielen lassen“ sollten. Auch Paul Zumbült (Pro Coesfeld) hatte Bedenken. Er fand es richtig, am Gemeindeplatz am Bühlbach „Planschen zu ermöglichen“: „Da haben wir immer Wasser drin.“ Auch verwies er auf die vorgesehenen „Wasserspiele“ auf dem „Alten Kirchplatz“. Die, entgegnete Andrea Wichmann (CDU) seien aber „kein Ersatz für einen Matschspielplatz“. Sie appellierte an die anderen, den Knoten durchzuschlagen. „Jetzt haben wir die einmalige Gelegenheit, so einen zu bekommen.“ Auf offene Ohren stieß das bei Horst Schürhoff (SPD), der von einer „schönen Sache“ sprach. So ein Wasserspielplatz habe einen besonderen Reiz. Auch seine Parteikollegin Bettina Suhren brach eine Lanze für das Matscherlebnis: „Unsere Kinder würden das auch gut finden.“ Die Abstimmung ging am Ende neun zu zwei aus – fürs Planschen und Matschen.

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