Neue Martin-Luther-Schule soll nun am 3. August bezugsfertig sein
Bürgermeister entschuldigt sich beim Kollegium

Coesfeld. Bürgermeister Heinz Öhmann hat sich jetzt schriftlich beim Kollegium der Martin-Luther-Schule dafür entschuldigt, dass die Räume im neuen Gebäude zum vereinbarten Termin am Mittwoch noch nicht eingeräumt werden konnten (wir berichteten). „Ich bedauere, dass Ihnen absolut vermeidbarer Aufwand entstanden ist und ich verstehe Ihre Enttäuschung und Verärgerung“, schreibt er den Lehrerinnen und Lehrern – auch vor dem Hintergrund, dass sie über die Verzögerungen bei den Bauarbeiten „nicht schon am Dienstag informiert worden sind, als erkennbar werden musste, dass die Zusagen nicht haltbar sind“. Gleichzeitig versicherte er, dass der Einschulungstermin nicht verschoben werden muss: „Ich sage Ihnen [...] die Übergabe der Räume und der Verkehrsflächen für das Einräumen und die vorbereitenden Arbeiten in grundgereinigtem Zustand verbindlich zum 3. 8. 2020 zu.“ Auch die EDV und Telefonanlage soll bis dahin komplett betriebsbereit sein.

Samstag, 04.07.2020, 10:58 Uhr
Am Mittwoch herrschte noch Bau-Chaos in der Martin-Luther-Schule. Am 3. August sollen die Räume aber nun bezugsfertig sein. Foto: Detlef Scherle

„Einzige Ausnahme“, so Öhmann, „ist die Außentoilette. Diese wird zum Schulbeginn nicht fertiggestellt werden.“ Und auch an der Turnhalle, die sich die Schulgemeinschaft für die Einschulungsfeier gewünscht hatte, müssten noch verschiedene größere Arbeiten geleistet werden. Daher könne der Termin dafür nicht zugesagt werden.

Wie Stadtbaurat Thomas Backes auf Nachfrage der AZ erläuterte, soll bis zur Übergabe am 3. August ein engmaschiges Controlling erfolgen. Architekt Carlo Koeppen habe gestern mit allen beteiligten Firmen gesprochen. Er wolle persönlich jeden Tag auf der Baustelle sein, um die Arbeiten zu überwachen. Wöchentlich soll nun freitags gemeinsam mit ihm, Vertretern des Schulträgers und der Schulleitung bei einer Begehung überprüft werden, ob der Stand der Arbeiten dem Zeitplan entspricht.

Öhmann hat auch die Mitglieder des Stadtrates in mehreren Schreiben über die Vorgänge informiert. Er betonte, dass nicht eine chronisch unterbesetzte Bauverwaltung die Ursache der Verzögerung sei. Einer Baufirma ist inzwischen der Auftrag gekündigt worden. Eine andere soll die Restarbeiten ausführen. Die Baustelle sei inzwischen in einem vernünftigen Zustand. Abfälle und nicht mehr benötigte Materialien seien geräumt. Malerarbeiten sollen in Kürze abgeschlossen sein.

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