Martin-Luther-Schule feierlich an die Schulgemeinde übergeben
„Das ist ein großer Moment“

Coesfeld (mr). Sichtlich gerührt und den Tränen nahe zeigte sich Ute Hoppe, Leiterin der Martin-Luther-Schule, am Montagmorgen bei der feierlichen Übergabe der sanierten und erweiterten ehemaligen Jakobischule an die Schulgemeinde.

Dienstag, 11.08.2020, 11:02 Uhr
Mit großer Freude übergibt Bürgermeister Heinz Öhmann (l.) Schulleiterin Ute Hoppe den Schlüssel für das Schulhaus, den Architekt Marius Puppendahl mitgebracht hatte. Foto: az

„Das ist ein großer Moment“, sprach die Rektorin allen Beteiligten aus der Seele. Nach einer Umbauphase von zwei Jahren überreichte Marius Puppendahl vom Architekturbüro Koeppen symbolisch den Schlüssel zunächst an Bürgermeister Heinz Öhmann, der diesen dann an Ute Hoppe weitergab. Diese dankte der Stadt für die Möglichkeit der Mitsprache und Mitgestaltung der Lehrer und Eltern. Das sei keineswegs selbstverständlich.

Die Eltern und Lehrer und darunter besonders auch ihre beiden Kolleginnen Ute Femmer und Kerstin Bauerdick hätten sich in hohem Maße für die Schule engagiert, sagte Ute Hoppe. Das bestätigte Schulrat Marcel Kolm in seinem Grußwort. „Was an der Martin-Luther-Schule passiert, verdient viel Anerkennung und Respekt. Das spricht für eine sehr intakte Schulgemeinde“, kommentierte er.

Der Bürgermeister erinnerte an die wechselvolle Geschichte der Jakobischule, die vor 90 Jahren von seinem Amtsvorgänger Bosten eingeweiht worden sei. Bereits 1930 habe dieser erkannt, dass das Beste für die Schüler, die Kinder, die die Zukunft seien, gerade gut genug sei. Das habe die Stadt auch beim aktuellen Umbau im Hinterkopf gehabt – mit dem Blick darauf, dass die Anforderungen an eine Schule als Lern- und Lebensort heute anders gelagert seien als früher. Öhmann erinnerte aber auch daran, dass die finanzielle Not in den zwanziger Jahren dazu geführt habe, dass die Jakobischule ohne Fundamente gebaut worden sei. Auch das habe zu den Verzögerungen während der aktuellen Umbauphase beigetragen, räumte er ein. „Heute präsentiert sich der historische Teil in Verbindung mit dem neuen architektonisch hervorragenden Teil als Traumschule“, kommentierte Öhmann. Nicht zu vergessen sei die Digitalisierung, die mit Unterstützung der NRW-Bank und des Ministeriums sichergestellt werden konnte. Gabriela Pantring (NRW Bank) betonte in ihrem Grußwort, dass gerade auch in der Corona-Krise noch einmal ganz deutlich geworden sei, wie wichtig die Investitionen in die Infrastruktur im Bildungssektor seien.

Hubertus Ruthmann, Vorsitzender des Fördervereins der Martin-Luther-Schule, überraschte die Teilnehmer der Feierstunde mit umgedichteten Versen des vierten Streichs von „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch: „Damit auch in den nächsten Jahren die Schüler schöne Räume haben, hat die Stadt viel investiert, sich Zeit genommen – ungeniert, hat mit Gespür und Denkmalschutz Jakobi wieder rausgeputzt, holte sich, das war nicht dumm, Ideen vom Kollegium, zusammen diese alte Pracht für die Zukunft fit gemacht.“ In Vertretung seiner Amtsschwester, Pfarrerin Birgit Henke-Ostermann, sprach der evangelische Schulreferent Dr. Thorsten Jacobi den Segenswunsch für die Schule.

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