Weitere Voraussetzungen für Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Lette geschaffen
„Eine Investition für Jahrzehnte“

Lette. Die politische Rückendeckung für weitere Planungen sei in vollem Umfang gegeben. So lautete das Resumee von Bernhard Kestermann (CDU), Vorsitzender des Bezirksausschusses, nachdem den Mitgliedern ein erstes Raumprogramm für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses vorgestellt wurde. Einstimmig entschieden die Mitglieder anschließend, den jetzigen Standort des Löschzuges vom Gemeindeplatz auf das geplante Gewerbegebiet „Mühle Krampe“ an der Bruchstraße zu verlegen sowie entspreche Mittel in die Haushalte der nächsten drei Jahre bereitzustellen. Bei einer Enthaltung von Hans-Jürgen Braukmann (Bündnis 90/Grüne) stimmte der Ausschuss des Weiteren mehrheitlich dafür, dieses Grundstück mit einer Größe von 4500 Quadratmetern einzuplanen.

Samstag, 19.09.2020, 09:30 Uhr aktualisiert: 19.09.2020, 10:00 Uhr
Auf dieser Fläche zwischen Mühle Krampe und der Bahnlinie soll das neue Feuerwehrgerätehaus errichtet werden. Die ersten Kostenschätzungen liegen bei insgesamt rund drei Millionen Euro. Foto: Archiv

Erste Ideen zu einer Raumplanung, die wichtig für das anstehende Bebauungsplanverfahren ist, seien in Gesprächen zwischen Verwaltung und der Feuerwehr entstanden, informierte Theo Witte, Leiter des Ordnungsamtes. Der Brandschutzbedarfsplan sehe für den Löschzug Lette als Zielvorgabe eine Stärke von 63 Einsatzkräften vor. Auf dieser Grundlage beruhten die Planungen, wie Witte schilderte. „Es ist eine Investition, die für die nächsten Jahrzehnte Bestand haben muss“, kommentierte er. Anstatt vier soll es im neuen Gerätehaus fünf Stellplätze geben, die Umkleiden sollen für weibliche Einsatzkräfte auf zwölf, für männliche auf 65 Kleiderspinde aufgestockt werden. „Als Verwaltung sehen wir es als sinnvoll an, die Umkleiden im Gegensatz zum Bestand aufzustocken“, schilderte Witte mit der Begründung, dass neue Einsatzkräfte besonders über die Jugendfeuerwehr rekrutiert würden und man nun den Letteraner Mitgliedern eigene Kleiderspinde zur Verfügung stellen wolle.
Untergebracht werden soll zudem ein Schulungsraum mit einer Fläche von 100 Quadratmetern und ein weiterer Raum, der beispielsweise für Nachbesprechungen genutzt werden könne. „Wir stellen uns vor, diese Räume mit einer mobilen Trennwand zu versehen, sodass bei Bedarf ein großer Raum geschaffen werden kann“, schilderte Witte weiter. Auch ein Lagerraum sowie eine Küche mit Thekenbereich für die Kameradschaftspflege sollen Einzug halten. Im Außenbereich sollen 40 Alarmparkplätze und eine Übungsfläche von 800 Quadratmetern entstehen. So ergebe sich ein Grundstücksbedarf von insgesamt 4500 Quadratmetern – durch diese Größe könnten sich in dem Gebiet nur vier anstatt vorgesehener fünf Gewerbe ansiedeln.
Für die konkreten Planungen für das Gerätehaus soll ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt werden, so Witte. Eine erste Kostenschätzung liegt bei rund drei Millionen Euro, im Haushalt 2021 sollen Mittel zur Planung und im Etat für 2022 und 2023 Gelder für die Durchführung bereitgestellt werden.
Auf Zustimmung in allen Fraktionen stießen die vorgestellten Planungen. Richard Bolwerk (CDU) dazu: „Das ist eine gute Sache und sinnvoll, die Fläche großzügig anzulegen, auch mit Blick auf die Zukunft und Nachwuchsgewinnung“. Ein wenig „Bauchschmerzen“ habe Hans-Jürgen Braukmann, denn die Grundstücksplanung sei „hochgegriffen“. Cornelia Bagheri (Pro Coesfeld) erfragte, ob eine Trocknungsmöglichkeit für Schläuche berücksichtigt werden müsse. Das sei nicht der Fall, so Witte, dafür gebe es eine kreisweite Stelle.
Nachdem der Bauausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss darüber beraten haben, wird der Rat am 8. Oktober über die Beschlüsse befinden.

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