Bürgerstiftung sammelt im Bioladen Weiling Pfandgeld für „Pferdestärken“
Kleine Zettel mit großer Wirkung

Coesfeld. Alle 14 Tage macht sich Edwin Kraft, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Coesfeld, auf den Weg und schließt eine transparente Box auf, die neben dem Leergutautomaten beim Bioladen Weiling hängt. „Das sind immer zwischen 50 und 70 Euro“, meint er auf dem Weg zur Kasse. Es sind Beiträge zu einem Hilfsangebot, das auf der Kooperation verschiedener Einrichtungen basiert: das Projekt „Pferdestärken für starke Kinder“. Bernadette Weiling-Erning, Leiterin des Bioladens Weiling, unterstützt die Aktion sehr gern: „Wir lokale Unternehmen haben eine Verantwortung gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern, die wir auch mit kleinen Aktionen übernehmen können.“

Mittwoch, 30.09.2020, 06:02 Uhr
Bernadette Weiling-Erning engagiert sich als lokale Unternehmerin für soziale Projekte mit der Pfandbox. Diese leert regelmäßig Edwin Kraft, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, und tauscht die Pfandbons ein gegen Geld für das Projekt Pferdestärken. Foto: Bürgerstiftung

Kraft sendet ein großes Dankeschön aus: „Es sind anonyme Personen, die mit ihrer kleinen Spende ein Zubrot zu diesem großartigen Projekt geben.“ Es richtet sich an Kinder im Kindergartenalter und ihre Erziehungsberechtigten, deren Zusammenleben durch interfamiliäre Konflikte belastet ist, so die Pressemitteilung der Bürgerstiftung. In der Reittherapie baut eine spezielle Fachkraft über das Tier Hemmschwellen zwischen den Beteiligten ab. Dazu braucht es gut trainierte Pferde mit einer hohen Toleranz – so wie das Pony „Teddy“ von Marion Brüning. Die Reittherapeutin begeistert sich: „In den Stunden brechen die Kinder aus ihrem sonst schwierigen Umfeld aus und blühen richtig auf.“ Und auch Kraft blickt mit Stolz auf die Ergebnisse: „Wir konnten erleben, wie sich das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der Kinder durch das Arbeiten mit dem Pferd gestärkt hat.“

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: „Pferdestärken für starke Kinder“ befindet sich in einer Ruhephase – nicht coronabedingt, sondern weil ehrenamtliche Kräfte fehlen. Für ein erneutes „Aufzäumen“ braucht es die kooperative Zusammenarbeit mit einer Kindertageseinrichtung und einem Fahrdienst, der die Kinder zum Trainingsort bringen kann. „Ich würde mich freuen, wenn sich bei der Bürgerstiftung Coesfeld Interessierte melden“, hofft Kraft auf ein baldiges Wiederaufleben. | www.buergerstiftung- coesfeld.de

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