Preisverleihung zum Stadtradeln
726 Pedalritter sparen 23 Tonnen CO2

Coesfeld. Martin Szymanski ist im positiven Sinne verrückt, fahrradverrückt. 2980 Kilometer hat der Coesfelder beim Stadtradeln zurückgelegt. Das entspricht nicht ganz der Strecke Coesfeld-Athen. 2980 Kilometer in gerade mal 21 Tagen, wohlgemerkt ohne E-Bike. Wie hat er das geschafft? „Ach, das war gar nicht schwer“, sagt Szymanski. „Ich fahre sowieso jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Stadtlohn. Während des Stadtradelns habe ich einfach eine Schleife über Rosendahl und Schöppingen drangehängt. Außerdem habe ich noch ein paar Tage Fahrrad-Urlaub gemacht.“ 2980 Kilometer – so viel hatte kein anderer Teilnehmer des Stadtradelns am Ende der Aktion auf dem Tacho. Als Anerkennung gab es einen Coesfeld-Gutschein über 60 Euro. „Das ist wirklich eine tolle Leistung“, gratulierte Bürgermeister Heinz Öhmann, selbst begeisterter Radfahrer, bei der Preisverleihung, die in diesem Jahr ganz anders ausfiel als in den Vorjahren.

Sonntag, 04.10.2020, 09:52 Uhr
Martin Szymanski (M.) legte beim Stadtradeln fast 3000 Kilometer zurück, so viel hatte kein anderer Coesfelder Fahrer auf dem Tacho. Heinz Öhmann und Julika Fritz zogen den Hut vor dieser Leistung. Foto: az

Aufgrund der Corona-Pandemie gab es keine Siegerehrung auf dem Marktplatz vor der Kulisse des Feierabendmarktes. Stattdessen begaben sich Öhmann und die Klimaschutzmanagerin der Stadt Coesfeld, Julika Fritz, auf Preisverleihungstour, natürlich per Fahrrad, wobei Julika Fritz mit dem neuen Letteraner Nachbarschaftsrad LeNa unterwegs war. Mit dem Lastenrad war auch der diesjährige Stadtradeln-Star, Therese Kirsch, on tour, die 384,9 Kilometer zurücklegte. Öhmann und Fritz besuchten acht Preisträger und überreichten Gutscheine beziehungsweise Sachpreise.

Bei der Verlosung unter allen Teilnehmern des Stadtradelns fiel das Losglück auf Beate Lanksch, die sich über ein nagelneues Fahrrad freute, gestiftet von der Fahrrad-Manufaktur Maxcycles und dem Coesfelder Fachgeschäft High Tech Radsport. Die Holtwickerin war mit dem Team der Kolpingbildungsstätte Coesfeld angetreten und erstrampelte 292 Kilometer, unter anderem indem sie mit dem Rad zur Arbeit und nach Hause fuhr.

Bereits zum vierten Mal nahm Coesfeld am Stadtradeln teil und legte die Messlatte wieder ein gutes Stück höher. 726 Radler und 67 Teams beteiligten sich und brachten es zusammen auf 153 270 Kilometer. „Das entspricht 23 Tonnen CO2-Vermeidung, wenn jede geradelte Strecke ansonsten mit dem Auto zurückgelegt worden wäre“, rechnete Julika Fritz vor. Im Kreisvergleich belegt Coesfeld Platz zwei hinter Lüdinghausen, wo insgesamt 162 243 Kilometer erradelt wurden. „Uns fehlten in diesem Jahr einfach die beliebten ADFC-Montagstouren, auf die wir wegen der Pandemie verzichtet haben“, erklärte Klaus Aufenanger, Sprecher des ADFC Coesfeld und Inhaber von High Tech Radsport. Und weiter: „Im nächsten Jahr wird da hoffentlich wieder mehr möglich sein.“

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