Erster Spatenstich auf dem ehemaligen Fritzen-Gelände noch vor Weihnachten?
Westfalia Wohnpark: Endlich wird’s was

Coesfeld. Zwei Jahre lang liegt die Fläche zwischen Kaufland-Parkplatz und Dülmener Straße schon brach. Doch jetzt scheint sich endlich was zu tun. Noch vor Weihnachten könnten die Bauarbeiten für den „Westfalia Wohnpark“ beginnen. „Wir haben für einen Baukörper eine Baugenehmigung bekommen“, bestätigt Manfred Höne, Geschäftsführer der Firma Eco-Plan, Informationen unserer Zeitung, dass es nach langer Planungsphase (seit Anfang 2017) nun konkret werden könnte. 65 Wohneinheiten sollen auf dem ehemaligen Fritzen-Areal realisiert werden. Hinzu kommen sollen später dann unter dem Label „Wohnen am Letter Tor“ noch 25 Wohnungen auf dem benachbarten ehemaligen Hamelmann-Grundstück.

Dienstag, 27.10.2020, 06:26 Uhr
In den nächsten Monaten könnte sich etwas auf dem Gelände zwischen Dülmener Straße und Kaufland-Parkplatz tun. Foto: Archiv Foto: az

Allerdings gibt es noch einen Haken: Das Bauamt der Stadt hat seinen Genehmigungsstempel vorerst nur Haus 1 aufgedrückt. Dringend benötigt wird er aber auch für Haus 2, weil es wichtige Funktionen für das Gesamtprojekt erfüllen soll. Für das „Service-Wohnen“, wie Höne das geplante betreute Wohnen nennt, soll dort ein Pflegedienst eine Kontakt- und Beratungsstelle eröffnen. „Die Leute, die bei uns mieten, kaufen Sicherheit“. erklärt er. Und die soll es vom ersten Tag an geben. Es mache keinen Sinn, die seniorengerechten Wohnungen zu bauen und erst danach Raum für die Angebote zu schaffen, die die Bewohner in Anspruch nehmen können, meint er. Höne: „Das Gesamtkonzept erfordert es, erst die Grundlage zu schaffen.“ Dazu gehört auch eine Tagespflegeeinrichtung, die im 1. Obergeschoss von Haus 2 geplant ist. Der Betreiber steht mit der Seniorenbetreuung Dr. Knierim inzwischen auch schon fest. Diese unterhält in unmittelbarer Nähe mit der „Alten Weberei“ an der Grimpingstraße schon ein Seniorenpflegeheim, wodurch man sich Synergieeffekte verspricht.

2018 waren die alten Fabrik- und Gewerbe-Gebäude auf dem Fritzen-Areal und dem angrenzenden Hamelmann-Grundstück abgerissen worden. Schon zur Jahreswende 2019/20 hoffte Höne auf die ersten Baugenehmigungen – vergeblich. Das hatte vor allem mit der immer komplizierteren Rechtslage bei Neubauprojekten dieser Dimension zu tun. Die Anforderungen würden immer höher, hieß es seinerzeit von Seiten der Stadt. Ein anderer Grund war ein enormer Antragsstau in der Bauabteilung. Dort gab es mehrere Vakanzen. Und aktuell wird wieder Verstärkung für den Bereich gesucht.

Höne wünscht sich, dass bald auch die Genehmigung für Haus 2 bei ihm eintrudelt. „Dann würden wir vor Weihnachten noch anfangen.“ Ob das klappt? Erster Beigeordneter Thomas Backes ist optimistisch: Alle baurechtlichen Fragen seien inzwischen geklärt, sagt er auf AZ-Nachfrage. Die Genehmigung komme „in Kürze“, verspricht er.

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