CoeBad: Freibadbilanz und aktuelle Coronasituation
„Kann man nicht mit den Vorjahren vergleichen“

Coesfeld. Viel Zeit und Mühe stecke in dem Hygienekonzept, doch es nützt nichts. Auch das CoeBad muss ab Montag für die kommenden vier Wochen seine Türen für die Öffentlichkeit schließen. „Wir sind echt geknickt“, sagt Ulrich Czeranowsky, Leiter der Bäder- und Parkhausgesellschaft. „Es lief jetzt im Hallenbad genauso gut wie im Freibad im Sommer. Das ganze Jahr über haben sich die Gäste sehr diszipliniert gezeigt.“ Noch nicht ganz geklärt sei, ob der Schulsport weiterhin stattfinden dürfe. „Da warten wir noch auf den Erlass der Landesregierung und weitergehende Informationen.“ Mehrmals am Tag informiert sich das Team des CoeBades online, ob es bereits eine Entscheidung gibt. „Denn die müssen wir ja auch mit den Schulen besprechen“, so Ulrich Czeranowsky.

Freitag, 30.10.2020, 11:20 Uhr
Ein leeres Hallenbad: So sieht es für die kommenden vier Wochen im CoeBad aus – sofern nicht doch noch der Schulsport stattfinden kann. Das wird sich jetzt kurzfristig klären. Foto: Archiv

So oder so, das Wasser bleibe erstmal im Becken. „Das lohnt sich nicht für vier Wochen abzulassen. Sollte der Schulsport auch nicht mehr stattfinden können, senken wir aber die Wasser- und Lufttemperatur.“ Reparaturen, die man vorziehen könne, stünden aktuell nicht an, wie Betriebsleiterin Kirsten Wissen ergänzt. „Dafür hatten wir ja leider im Frühjahr schon genügend Zeit.“ Die Gäste, so sagt sie, würden aber Verständnis zeigen. Ebenso wie sie selbst, versichert Ulrich Czeranowsky. „Es geht ja darum, Kontaktmöglichkeiten einzuschränken.“

Die gab es im CoeBad in diesem Jahr mit Blick auf die Freibadbilanz ohnehin weniger als sonst. „Dieses Jahr kann man nicht mit den Vorjahren vergleichen. Wir haben rund vier Wochen später geöffnet, es konnten nur 200 Besucher gleichzeitig ins Bad und es war nur das Freibad geöffnet.“ Sonst habe der Kombibetrieb es den Besuchern auch bei schlechtem Wetter ermöglicht schwimmen zu gehen – nur eben im Hallenbad. Doch das sei im Sommer nicht möglich gewesen.

Das Ergebnis: Zwischen dem 20. Juni und dem 4. September kamen rund 12 000 Besucher ins Freibad. „Wir hatten ja in den Sommerferien nicht nur schönes Wetter“, erklärt Ulrich Czeranowsky weiter. Im Normalbetrieb in den Vorjahren seien auch schon mal bei gutem Wetter bis zu 15 000 Gäste allein in einem Monat ins CoeBad gekommen. Dennoch zieht er eine positive Bilanz: „Es ist unter den gegebenen Pandemiebedingungen gut gelaufen, das Reservierungstool hat funktioniert und jeder hat sich an die Regeln gehalten. Die Stimmung war gut, es war sogar ein Jahr ohne Hausverbote – das ist auch nicht üblich“, ringt er der Situation noch etwas Positives ab.

Nun gelte es zunächst abzuwarten und zu schauen, wie der konkrete Erlass der Landesregierung und die weitere Entwicklung Richtung Dezember ausschaue. „Und dann sehen wir weiter.“

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