Erster Arbeitstag für Bürgermeisterin
Mit Volldampf gestartet

Coesfeld. Fast so wie ein erster Schultag angefühlt haben dürfte sich der erste Tag von Bürgermeisterin Eliza Diekmann im Rathaus. Denn die 34-Jährige erhielt am Montag von ihrer Schwägerin eine kleine Schultüte, als sie sich auf den Weg zum Marktplatz machte. Eine Kaffeetasse und etwas zum Naschen hat Eliza Diekmann darin gefunden. In den Genuss dieser Leckerei ist sie allerdings noch nicht gekommen, denn ihr erster Tag sei voller Verpflichtungen gewesen.

Dienstag, 03.11.2020, 06:12 Uhr
Mit einer kleinen Schultüte ausgerüstet und von vielen guten Wünschen begleitet, hat sich Bürgermeisterin Eliza Diekmann am Montag an ihrem ersten Arbeitstag auf den Weg ins Rathaus gemacht. Foto: az

Um 7.45 Uhr ist sie im Rathaus eingetroffen. „Meine Umzugskartons hatte ich noch gar nicht mitgebracht“, sagt sie. Sie sei nur mit einem Rucksack ausgestattet gewesen. Als sie das Bürgermeisterzimmer betreten habe, sei das schon eine „merkwürdige Situation“ gewesen, verrät sie. Normalerweise habe sie dort immer Bürgermeister Heinz Öhmann, ihren Vorgänger im Amt, angetroffen. „Ich kenne das nur so“, sagt sie. Dass das nun ihr neues Wirkungsfeld sein sollte, habe sie schon ein wenig zum Nachdenken gebracht.

Dann habe sie erst einmal am Schreibtisch Platz genommen und die Mails gecheckt. Doch lange konnte sie dort nicht verweilen. Denn ab 9 Uhr wurde sie vom Ersten Beigeordneten Thomas Backes durch das komplette Rathaus geführt.

„Er hat mir alle Abteilungen gezeigt und die Mitarbeiter vorgestellt. Ich habe in viele freudige und motivierte Gesichter geblickt“, sagt Eliza Diekmann und fügt hinzu: „Jede Abteilung hat ihren eigenen Charme. Das ist wunderbar.“ Sie habe ein Gefühl dafür bekommen, wo welche Büros angesiedelt und welche Mitarbeiter dort tätig sind. Drei Stunden habe dieser Rundgang gedauert.

Das Mittagessen habe leider ausfallen müssen, da sie sich bereits um 12.15 Uhr auf den Weg zu einem Auswärtstermin machen musste: zur Bürgermeisterkonferenz in Senden. Natürlich seien die Corona-Schutzverordnung und deren Umsetzung dabei ein zentrales Thema gewesen. Zum Glück habe es dort belegte Brötchen gegeben. „Für den Zuckerspiegel“, lacht Eliza Diekmann. Das nächste Mal werde sie daran denken, ihren Rucksack mit Snacks zu bestücken, wenn ein Termin den nächsten jage.

Um 15.45 Uhr habe sie sich von Senden aus wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Und dabei meinte sie nicht ihr trautes Heim, wo sie ihre Lieben antrifft, sondern bereits das Coesfelder Rathaus, ihr neues zweites Zuhause, wie sie sagt.

Um 17 Uhr stand die Vorbereitung der konstituierenden Ratssitzung mit den Fraktionsvorsitzenden und Dezernenten auf ihrem Terminkalender. Natürlich mit Vor- und Nachbereitung.

Danach blieb für Eliza Diekmann noch Zeit, sich ins Bürgermeisterzimmer zurückzuziehen und sich dort „ein bisschen einzuleben“. Sie habe dann ein wenig Zeit gehabt, um zu realisieren, dass sie angekommen sei. Und heute, am Dienstag, bringt sie dann vielleicht ihre Umzugskartons mit Kaffeetasse und Familienfotos ins Rathaus mit, um ihrem Zimmer in ihrem neuen Zuhause eine persönliche Note zu verleihen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7660921?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker