Gesprächstermine noch bis Sonntag online buchen und mit den Betrieben vereinbaren
Stationsveranstaltung ist abgesagt

Coesfeld. Eine bittere Nachricht hat die Stadt und die Steuerungsgruppe „CoeMBO“ um Jochen Theisen am heutigen Dienstag erreicht: Die als Stationsveranstaltung mit bis zu 1000 Einzelterminen geplante CoeMBO am 14. November ist trotz eines ausgefeilten Hygienekonzepts nicht mit der neuen Coronaschutz-Verordnung vereinbar. Das hat die Bezirksregierung dem Kreis auf Anfrage schriftlich mitgeteilt. Die Stadt ist nun gezwungen, eine entsprechende Ordnungsverfügung zu erlassen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dienstag, 03.11.2020, 17:05 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 17:16 Uhr
Das Logo der CoeMBO hat nicht nur Wiedererkennungswert, es gibt auch die jetzt ganz wichtige Online-Adresse an, unter der Jugendliche sich melden können. Foto: Archiv

„Natürlich sind wir enttäuscht. Gerne hätten wir den jungen Menschen und Familien in Coesfeld eine andere Botschaft gesendet“, sagt Bürgermeisterin Eliza Diekmann. „Auch mit Corona muss es doch Möglichkeiten geben, informierte Zukunftsentscheidungen zu treffen.“
Dennoch können Jugendliche mit ihren Eltern bis zum kommenden Sonntag (8. 11.) Gesprächstermine auf www.coembo.de buchen. Nur wer diese Option nutzt sowie auch schon Termine vereinbart hat, erhält in Kürze die Kontaktdaten der Ansprechpersonen der Aussteller, um eigeninitiativ einen Gesprächstermin auszumachen. Entweder im Betrieb oder digital.
„Die Betriebe haben ein hohes Interesse daran, mit potenziellen Bewerbern für einen Ausbildungsplatz in direkten Kontakt zu treten“, weiß Jochen Theisen. „Dies gilt einmal mehr, als sich Bewerber wie Betriebe gut vorbereitet haben und so bereits gute Matchings ermittelt worden sind.“ Gleiches gelte auch für das Beratungsangebot durch die Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen.
Letztlich konnte das Land die Veranstaltung mit Einzelgesprächen in bis zu 100 Räumen nicht als Bildungsveranstaltung werten. Auch wenn der Präsenz- und Messecharakter durch die neuen bis ins Detail ausformulierten Regelungen nicht mehr gegeben war: Kontakte sind im November zwingend zu reduzieren. Dass die Einzeltermin-Veranstaltung weniger Kontakte mit sich bringt als der reguläre Schulbetrieb, kann dabei nicht ins Gewicht fallen. Die Entscheidung der Politik ist mit Erlass der Coronaschutz-Verordnung ab 2.11. gefallen.

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