Dritter Bauabschnitt der Dauerausstellung im Stadtmuseum bis Jahresende fertiggestellt
Weiter Blick in die Geschichte der Stadt

Coesfeld. Auch wenn die Türen mindestens bis zum Jahresende für Besucher verschlossen bleiben müssen – hinter den Mauern des Stadtmuseums „Das Tor“ ist von Stillstand und Ruhe keine Spur. Ein dritter Abschnitt der Dauerausstellung des Museums unter dem Dach des Walkenbrückentores behandelt die Themenbereiche um Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, die Stadtgeschichte ab 1197 bis zum 17. Jahrhundert, Umbrüche in der Frühen Neuzeit und auch den 30-jährigen Krieg. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, wie Dr. Kristina Sievers-Fleer, Leiterin des Stadtmuseums, den Kulturausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend informierte.

Donnerstag, 03.12.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 06:02 Uhr
Christoph Bernhard von Galen, damaliger Fürstbischof von Münster, hat bereits als weiße Figurine Einzug im Stadtmuseum gehalten. Seine Zeit ist Teil des dritten Abschnitts der Dauerausstellung. Bis Jahresende soll er fertiggestellt sein. Fotos: privat/Archiv Foto: az

Die Schwerpunktthemen der Dauerausstellungen bezogen sich bisher auf den Nationalsozialismus und jüdisches Leben (erster Abschnitt) sowie den Ersten Weltkrieg, Gewerbe sowie Modernisierung und die Alltagskultur (zweiter Abschnitt). „Mit der neu installierten Dauerausstellung möchten wir noch weiter in die Vergangenheit der Stadt Coesfeld blicken“, schilderte Kristina Sievers-Fleer. Im Obergeschoss des Museums wurden dazu unter anderem ein Stadtmodell mit damaligen Befestigungen und Stadttoren errichtet, Zeitstreifen zeigen die Geschehnisse der damaligen Zeit auf und anschauliche Grafiken verdeutlichen die Geschichten einzelner Tore. Weiße Figurinen – unter anderem von von Galen – haben bereits im Stadtmuseum Einzug gehalten. „Wir versuchen, die Stadt selbst immer miteinzubeziehen“, berichtete Sievers-Fleer den Ausschussmitgliedern. „Denn die Stadt ist ein aktiver Ort, wenn man sie sprechen lässt.“ Audiostationen, Schubladen, Texte und weitere Medien geben die Möglichkeit, in die Geschichte der Stadt einzutauchen. Neu ist auch ein Mediatisch im Erdgeschoss, der wichtige Örtlichkeiten der Region aufzeigt und mit allerhand Informationen aufwartet. Spielerisch werden die wichtigsten Aspekte der Coesfelder Stadtgeschichte auch für Kinder aufbereitet, unter anderem mit der Kuh „Coelette“, die die jungen Besucher auf der Reise durch die Vergangenheit begleitet.

Letzte Kleinigkeiten wie die Optimierung der Beleuchtung oder Einpflegung einiger Informationstexte müssten noch vorgenommen werden, so Sievers-Fleer. „Und dann hoffen wir auf eine schnelle Wiedereröffnung“, lächelte sie.

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