In das DIEK-Projekt Dirtpark Lette kommt Dynamik
Überraschend geht ein Türchen auf

Lette. Viel schneller als erwartet könnte das DIEK-Projekt Dirtpark Lette realisiert werden. Überraschend hat sich nämlich die bislang verschlossene Tür zum Fördertopf „Sportstätten 2020 und 2021“ geöffnet, wie Fachbereichsleiter Ludger Schmitz (Stadt) am Donnerstagabend im Bezirksausschuss mitteilte. „Der Förderantrag könnte schon zum 15. Januar 2021 gestellt werden, mit etwas Glück würden wir schon im März berücksichtigt, spätestens im Spätsommer, und könnten dann loslegen“, so Schmitz.

Samstag, 05.12.2020, 11:02 Uhr
Ein Dirtpark, also ein Mountainbike-Parcours mit verschiedenen Streckenprofilen aus Erdmassen und Überfahrelementen, soll im Rahmen des Dorf-innenentwicklungskonzeptes (DIEK) Lette am Philosophenweg entstehen. Bei dem Plan handelt es sich um eine erste Projektskizze. Neben dem Parcours (Mitte) sind noch ein Naturerlebnisbereich (rechts) und die Aufwertung des Teiches (links) vorgesehen. Projektskizze: K. Wesseling Foto: az

Türöffner war Schmitz zufolge wohl der Besuch von Landesministerin Ina Scharrenbach (Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung) in diesem Sommer in Lette, die das Projekt befürwortet habe. Daraufhin habe die Verwaltung erneut das Gespräch mit der Bezirksregierung gesucht, mit dem Ergebnis, dass nun entgegen erster Sondierungen doch ein Förderzugang möglich sei.

Der Vorteil liegt nicht nur in der zeitlichen Schiene, sondern auch in dem hohen Fördersatz von 90 Prozent. Zum Vergleich: Das Förderprogramm „Dorferneuerung“, das bis dato angezapft werden sollte, sieht einen Fördersatz von 65 Prozent vor, der Antrag könnte erst zum 30. September 2021 gestellt werden, was bedeutet, dass frühestens ab Frühjahr 2022 mit dem Bau begonnen werden könnte.

Schmitz gab zu bedenken, dass das Umschwenken auf das Sportstätten-Programm ein „Schnellschuss“ wäre, und es „noch viele offene Fragen gibt.“ So muss für den Standort zunächst noch Planungsrecht geschaffen werden, erste Schritte seien aber bereits angelaufen. Außerdem gibt es noch keine endgültige Planung, folglich auch noch keine genaue Kostenaufstellung. Auch hier könnte es jedoch zeitnah vorangehen. Eine Firma aus Warstein, die sich auf Planung und Bau von Dirtparks spezialisiert habe, stehe bereit, um zunächst in einem Workshop mit den Projektpaten Ideen zu entwickeln.

„Worauf sollen wir warten. Wir haben doch nichts zu verlieren“, meinte Beate Balzer (Grüne) und erntete keinen Widerspruch der Ausschussmitglieder. Einstimmig sprach sich das Gremium denn auch dafür aus, für den Dirtpark Planungskosten in den Haushalt 2021 einzustellen und die Planung so weit voranzubringen, dass ein Förderantrag zum 15. Januar gestellt werden kann.

Ebenfalls einstimmig fiel das Votum für den Standort aus. Die Politiker favorisierten ebenso wie die Verwaltung die Fläche neben der Grundschule zwischen Philosophenweg und Bruchstraße, auf der nicht nur der Dirtpark, sondern auch ein Naturerlebnisbereich entstehen und der vorhandene Teich aufgewertet werden soll. Sie gaben der Verwaltung aber mit auf den Weg, dass die Anlieger, die im Vorfeld Bedenken gegen den Standort geäußert hatten, „weiterhin intensiv eingebunden werden“ (Holger Weiling, CDU).

Zu den Bedenken der Anlieger führte Ludger Schmitz aus, dass nach einer „ersten orientierenden Lärmberechnung“ der Dirtpark an sich an dem bevorzugten Standort als nicht kritisch einzustufen sei. Problematische Begleiterscheinungen müssten gesondert gelöst werden, beispielsweise durch feste Nutzungszeiten und entsprechende Kontrollen des Ordnungsamtes oder durch Präsenz der mobilen Jugendarbeit der Stadt Coesfeld.

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