Coesfeld
Gericht: Schüler zu Recht vom Unterricht ausgeschlossen

Coesfeld (ds). Eine Grundschule in Coesfeld hat zwei Schüler wegen der Weigerung, eine Alltagsmaske zu tragen, vom Unterricht ausgeschlossen. Diese Entscheidung hat das Verwaltungsgericht in Münster jetzt bestätigt. Es lehnte Eilanträge, die die Eltern gestellt hatten, ab. Hauptgrund dafür sind die der Schule vorgelegten ärztlichen Atteste, die bescheinigen sollten, dass die Kinder aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen könnten. Diese, so die Verwaltungsrichter, erfüllten aber nicht die Mindestanforderungen zur Befreiung von der Maskenpflicht.

Dienstag, 08.12.2020, 11:36 Uhr

Ärzte hatten den Kindern bescheinigt, dass durch ständiges Einatmen von CO2-reicher Luft unter der Mund-Nasenbedeckung „eine schwerwiegende Beeinträchtigung der physiologischen Atem- und Kreislauffunktion“ entstehe. In dem anderen Fall war eine Hauterkrankung, die das Tragen der Maske unmöglich mache, angeführt worden.

Dem Gericht reichten diese Erklärungen nicht. Es müsse nach der OVG-Rechtsprechung jeweils ein aktuelles ärztliches Attest vorgelegt werden, aus dem die konkret zu erwartenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen hervorgehen. Auch Vorerkrankungen müssen konkret bezeichnet werden. Und die relative kurze Tragedauer der Masken in der Schule müsse berücksichtigt werden. | Westfalen

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