Aufatmen in der BHD-Seniorenwohnanlage
„Alle sind negativ getestet worden“

Lette. Die Erleichterung stand allen Beteiligten – Bewohnern und Beschäftigten – ins Gesicht geschrieben, als sie gestern Nachmittag die positive Nachricht aus dem Untersuchungslabor erreichte. „Alle sind negativ getestet worden“, informierte BHD-Geschäftsführer Alf Mülder über die Ergebnisse einer Reihenuntersuchung in der BHD-Seniorenwohnanlage St. Johannes, die durchgeführt worden war, nachdem es Freitag – wie berichtet – nach Schnelltests vier Mal Corona-Alarm in der stationären Pflegeeinrichtung gegeben hatte: bei zwei Bewohnern und bei zwei Mitarbeitern. Die Anlage war daraufhin für Besucher vorerst geschlossen worden.

Dienstag, 08.12.2020, 15:38 Uhr

Alle vier positiv getesteten Personen hatten nach Angaben von Mülder anfangs keine Symptome. Zur Kontrolle wurden noch PCR-Tests durchgeführt, die die Corona-Infektion bei den Mitarbeitern bestätigten, für die Bewohner aber Entwarnung gaben. „Sicherheitshalber haben wir alle 74 Bewohner am Freitagabend um 21 Uhr auch noch einmal getestet“, berichtete Mülder. Gestern Nachmittag herrschte dann Gewissheit: Offenbar hatte sich außer den beiden Mitarbeitern niemand im Haus angesteckt – die positiven Schnelltests waren Fehlalarme. Das kann vorkommen. Die Antigentests, die Proteine des Virus aufspüren sollen, sind nicht ganz so zuverlässig wie aufwändigere Testverfahren. Beim BHD soll das Personal aber weiter jede Woche schnellgetestet werden. Mülder sieht darin eine Chance, eine Infektionsgefahr schnell zu erkennen. „Die wollen wir zum Schutz unserer Bewohner nutzen.“ Bei den beiden Mitarbeitern habe der Schnelltest ja auch funktioniert. Mittlerweile hätten sie auch Krankheitssymptome entwickelt, so Mülder. „Wir haben sie sofort nach Hause geschickt.“ Die Verläufe seien bislang zum Glück so mild, dass die Mitarbeiter nicht im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die strengen Vorsichtsmaßnahmen, die Freitag nach den Schnelltest-Ergebnissen getroffen wurden, konnten bereits wieder gelockert werden. Mussten die Bewohner zunächst auf ihren Zimmern verbleiben, können sie sich in den nächsten Tagen zumindest wieder in Kleingruppen treffen. Besuche von außen sollen bis Montag noch reduziert werden. Auf Anmeldung könnten danach wieder Besucher-Boxen genutzt werden, so Mülder.

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