Bürgerbus Coesfeld e.V. zieht durchwachsene Bilanz aus 2020
Weniger Fahrgäste, weniger Einnahmen

Coesfeld. Statt der geplanten 52 Wochen konnte der Bürgerbus nur in 38 Wochen im vergangenen Jahr für seine Fahrgäste da sein. Die Corona-Pandemie hat den Betrieb ordentlich durcheinandergewirbelt und führte zu einer Einstellung des Fahrbetriebes im Frühjahr und am Ende des Jahres. „Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Anzahl der Fahrgäste, die damit verbundenen Einnahmen und die gefahrenen Kilometer“, bilanziert Dietmar Hille, Vorsitzender des Bürgerbus Coesfeld e.V.

Mittwoch, 13.01.2021, 06:30 Uhr
Nach dem Lockdown im Frühjahr konnte der Bürgerbus mit einem eigens entwickelten Hygienekonzept am 7. Juni seinen Fahrbetrieb wieder aufnehmen. Das Archivbild zeigt Dietmar Hille (l.), Vorsitzender des Bürgerbus Coesfeld e.V., und Fahrer Hans-Peter Meyer. Foto: Archiv

Heißt unter dem Strich: Nur 5223 Fahrgäste nutzten in 2020 das Angebot, 2019 waren es fast doppelt so viel mit 9726 Fahrgästen. Damit sind auch die Einnahmen von 11 284 Euro in 2019 auf 6104 Euro in 2020 gesunken, ein Verlust von mehr als 5000 Euro. „Das hat aber keine Auswirkungen auf unsere Zukunft, das Angebot bleibt bestehen“, versichert Dietmar Hille. Zumal in all der Zeit und auch künftig auf den Einsatz der ehrenamtlichen Fahrer gesetzt werden konnte und kann. „Viele unserer 30 Fahrer gehören zur Risikogruppe, aber die Bereitschaft war in all der Zeit ununterbrochen hoch. Dafür gebührt allen der Dank des Vorstandes“, betont Dietmar Hille.

Nach dem Lockdown im Frühjahr konnte der Bürgerbus-Verein durch die Entwicklung und Umsetzung eines Hygienekonzeptes nach zwölf Wochen Stillstand am 7. Juni seinen Fahrbetrieb bis zum erneuten Lockdown am 16. Dezember wieder aufnehmen. „Anfangs dauerte es aber eine ganze Weile, bis die Fahrgäste den Bürgerbus wieder regelmäßig nutzten“, resümiert der Vorsitzende. „Das spiegelt sich auch in den durchschnittlichen Fahrgastzahlen pro Fahrt wider. Hatten wir in 2019 durchschnittlich 7,84 Fahrgäste zu verzeichnen, waren es in 2020 nur noch 5,59.“ Insgesamt reduzierten sich durch die Stillstände die Fahrten im Vergleich zu 2019 um mehr als 300 auf 935 (2019: 1241). Damit legten die ehrenamtlichen Fahrer dann auch nur 33 872 Kilometer zurück, 2019 waren es noch 44 290.

Die beliebtesten Haltestellen seien nach wie vor die an der Lambertikirche mit 1907 und der Bahnhof mit 1299 Ein- und Ausstiegen. Am wenigsten genutzt wurden die Haltestellen an der Dieselstraße (48) und dem Kindergarten am Steveder Weg (49).

„Leider beginnt auch das neue Jahr mit einem Lockdown und dem damit verbundenen Stillstand des Bürgerbusses. Und so lange der Lockdown andauert, wird auch der Bürgerbus den Fahrbetrieb vorerst nicht wieder aufnehmen“, blickt Dietmar Hille voraus. Und auch wenn die Fahrer bereit stehen, würde sich der Verein freuen, wenn sich zukünftig weitere Mitbürger an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit beteiligen würden.

Weitere Informationen gibt es dazu auf der Homepage des Vereins unter

| www.buergerbus-coesfeld.de

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