Fachbereich „Ordnung und Soziales“ führt Kontrollen in Corona-Pandemie durch
„Unnötige Kontakte unbedingt vermeiden“

Coesfeld. Theo Witte, Leiter des Fachbereichs „Ordnung und Soziales“ der Stadtverwaltung Coesfeld, und sein Team haben alle Hände voll zu tun. Denn nicht nur die sonst üblichen Aufgaben in diesem Bereich müssen erledigt werden, sondern auch alle zusätzlichen besonderen Aufgaben, die die Corona-Pandemie ihnen aktuell abverlangt. Unser Redaktionsmitglied Manuela Reher hat darüber mit Theo Witte gesprochen.

Mittwoch, 13.01.2021, 16:32 Uhr
Theo Witte, Leiter des Fachbereichs „Ordnung und Soziales“ der Stadtverwaltung Coesfeld, und sein Team müssen in der Corona-Pandemie eine Vielzahl von Aufgaben bewältigen. Foto: az

Wie stellt die Stadt sicher, dass die Maskenpflicht im öffentlichen Raum eingehalten wird?

Theo Witte: Sowohl Polizei als auch Ordnungsamt kontrollieren weiterhin die Einhaltung der Maskenpflicht. Wir können die coronabedingten Aufgaben im Ordnungsamt nur bewältigen, weil sich alle Kolleginnen und Kollegen im Team seit Monaten ganz außerordentlich einsetzen, Überstunden machen und Aufgaben verlagern. Wenn unsere Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zum Beispiel Corona-Kontrollen durchführen oder Quarantäneverfügungen zustellen, können sie nicht an anderer Stelle den ruhenden Verkehr überwachen.

Wer trägt Sorge dafür, dass auf Parkplätzen von Supermärkten Masken getragen werden?

Witte: Nach der Corona-Schutzverordnung gilt die Maskenpflicht im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Zuwegungen zu dem Geschäft. Es ist natürlich hilfreich, wenn die Geschäftsinhaber auf ihren Parkplätzen nochmals gesondert auf die Maskenpflicht hinweisen. Verantwortlich ist jeder Kunde selbst: Der Kunde muss bei einem Verstoß mit einem Bußgeld rechnen.

Gibt es bei der Stadt zusätzliches Personal für die Kontrollen?

Witte: Das Personal des Ordnungsamtes ist zur Bewältigung der Aufgaben der Pandemiebekämpfung um eine Person aufgestockt worden. Schon seit dem Frühjahr bekommt das Ordnungsamt Unterstützung aus dem Vorzimmer, das beim Fertigen der Ordnungsverfügungen hilft und die Mitteilungen zur Quarantäne schreibt. Diese werden dann durch die Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Ordnungsamtes verteilt. Seit dem 1. Januar dieses Jahres wird das Team im Ordnungsamt durch einen weiteren Kollegen verstärkt. Er soll im Verwaltungsbereich für Entlastung sorgen, zum Beispiel bei der Bearbeitung der Bußgeldverfahren. Natürlich wird er auch bei Kontrollen unterstützen.

Wie oft ist es bereits zu Verwarnungen oder Verhängung von Bußgeldern gekommen, was die Maskenpflicht, die Abstandsregeln oder die erlaubten Zusammenkünfte betrifft?

Witte: Im Zeitraum vom 29. Oktober bis zum 22. Dezember 2020 wurden insgesamt 91 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung eingeleitet. Nach Weihnachten haben wir von der Polizei weitere Meldungen erhalten, die jetzt zur Einleitung von 18 weiteren Verfahren führen. In den meisten Fällen handelt es sich um Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen.

Hat es an Weihnachten oder Silvester besondere Vorfälle gegeben, in denen Einwohner gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen haben?

Witte: Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel gab es über den von der Polizei gemeldeten Vorfall hinaus keine besonderen Vorkommnisse.

Welche Wünsche hat die Stadt an die Bevölkerung?

Witte: Der Kreis Coesfeld meldete am 7. Januar für die Stadt Coesfeld 88 aktiv infizierte Personen. Am 23. Dezember 2020 lag diese Zahl noch bei 62. Wir kennen aber überwiegend die Infektionsquellen und sind daher zuversichtlich, dass auch in unserer Stadt die Zahlen bald wieder sinken werden. Wir wünschen uns von der Bevölkerung, dass weiterhin die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Unnötige Kontakte sollten unbedingt vermieden werden. Darüber hinaus hoffen wir auf eine große Impfbereitschaft bei unserer Bevölkerung.

Wie lässt sich kontrollieren, ob sich die Bevölkerung daran hält, dass nur noch eine Person aus einem anderen Haushalt zu Gast sein darf?

Witte Es bleibt in Nordrhein-Westfalen weiterhin dabei, dass die Regeln zur Kontaktbeschränkung für den öffentlichen Raum gelten. Für den privaten Bereich wird dringend appelliert, diese Beschränkungen ebenfalls zu beachten. Es werden aber keine Kontrollen ohne besonderen Anlass in Privatwohnungen stattfinden.

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