Bilanz der etwas anderen Weihnachtsbaumaktion
Kreative Lösungen mit Bettlaken, Schubkarren und Anhängern

Coesfeld (jd). Auch wenn in diesem Jahr die Weihnachtsbaumaktion in den drei Gemeinden Anna Katharina, St. Lamberti und St. Johannes Lette ganz anders ablief, ist das Fazit der Verantwortlichen positiv. „Es ist alles rund gelaufen. Wir können grundlegend zufrieden sein“, so Pia Völker von St. Lamberti. „Es hat sich alles gut über den Tag verteilt, wir hatten zu keinem Zeitpunkt einen plötzlichen Andrang.“

Dienstag, 19.01.2021, 16:31 Uhr
Die Tannenbaumaktion in den drei Gemeinden Anna Katharina (hier eine von neun Sammelstellen auf dem Parkplatz des Pictorius-Berufskollegs), St. Lamberti und St. Johannes Lette lief am Samstag gut – trotz geänderten Konzeptes. Foto: Anna-Katharina-Gemeinde

Denn anders als in den Vorjahren konnten die Jugendgruppen der Gemeinden die Bäume wegen der Pandemie nicht abholen, sondern richteten im Stadtgebiet neun Sammelstellen ein, zu denen die Bürger ihr mittlerweile trockenes Grün bringen konnten. „Die Spendenbereitschaft war hoch, auch wenn wir in unserem Bereich nur rund ein Drittel von dem eingenommen haben, was wir sonst immer hatten.“ Aber, so ergänzt Pia Völker: „Wir sind froh, dass wir es gemacht haben und es nicht ganz ausgefallen ist.“

Dem kann sich auch Daniel Groh aus der Anna-Katharina-Gemeinde anschließen. „Wir wollten ja niemanden im Stich lassen.“ Mit zwölf statt wie sonst rund 50 Personen waren sie im Einsatz, um die nötigen Abstände einhalten zu können. „Wir haben mit deutlich weniger Bäumen gerechnet, aber die Aktion wurde gut angenommen“, freut er sich. Ob im Kofferraum in einem Bettlaken, mit einer Sammlung voller Bäume im Autoanhänger, mit Schubkarren oder zu Fuß: „Die Menschen sind kreativ geworden, um die nadelnden Bäume zu uns zu bringen“, so Daniel Groh. Mit zwei Treckern seien sie zwischendurch ein gutes Dutzend Mal zum Bauhof gefahren, um dort die Bäume abzuladen. Auch er geht davon aus, dass die Spendensumme, die für die Jugendgruppen in allen drei Gemeinden gedacht ist, geringer ausfällt.

Rund ein Viertel der sonstigen Einnahmen hatte die Gemeinde St. Johannes in Lette, so Lukas Seggewiß. „Aber wenn man das Verhältnis von Spenden und abgegebenen Bäumen betrachtet, haben die Leute mehr gegeben. Es sind sogar einige gekommen, um einfach nur zu spenden, ihren Baum hatten sie schon anders entsorgt“, freut er sich. Alle seien zufrieden gewesen. „Es gab keine Klagen, die wir eigentlich vermutet hatten, denn der Service war in den anderen Jahren ja schon besser“, sagt er offen und betont zugleich: „Aber unter den aktuellen Coronabedingungen ist alles gut gelaufen, wir konnten die Hygieneregeln immer umsetzen.“ Es sei auch viel Solidarität zu sehen gewesen. „Manche haben auch den Baum vom Nachbarn mitgenommen. Es hat alles gut geklappt.“

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