Förderantrag zum DIEK-Projekt „Dirt-Park“ wird später als geplant gestellt
Teich auf der Grünfläche ist der Knackpunkt

Lette. Die Realisierung des DIEK-Projektes „Dirt-Park“ wird sich um einige Monate nach hinten verschieben. Wie Fachbereichsleiter Ludger Schmitz in der Sitzung des Bezirksausschusses am Dienstagabend erläuterte, hätten Fristen zur Einreichung eines Förderantrags aufgrund fehlender Daten nicht eingehalten werden können. Voller Optimismus waren die Beteiligten dieses Projektes noch in der Sitzung des Ausschusses Anfang Dezember, denn ein Antrag, mit dem ein 90-prozentiger Fördersatz aus dem Topf „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ vom Land NRW winkte, sollte bereits bis Mitte Januar gestellt werden. Die Gelder sollten bei Bewilligung bereits in diesem Frühjahr kommen.

Donnerstag, 04.02.2021, 12:00 Uhr
Auf dieser Grünfläche zwischen Bruchstraße und der Kardinal-von-Galen-Grundschule (im Hintergrund) soll ein Dirt-Park, ein Areal für Mountainbiker, entstehen. Die Umsetzung wird sich nun entgegen der jüngsten Planung um einige Monate verschieben. Foto: Archiv

Zwar hätten eine Entwurfsskizze und die Kostenschätzung (265 000 Euro), pünktlich bis Mitte Januar vorgelegen, allerdings gebe es mehrere Knackpunkte, wie Schmitz erläuterte: „Wenn wir eine Förderzusage erhalten, müssen wir die Gelder sofort verbauen.“ Darauf lege das Ministerium großen Wert. Eine Umsetzung der Maßnahme ab dem Sommer müsse garantiert werden, theoretisch müssten die fertigen Bauunterlagen also schon in der Schublade liegen. „Das ist aber nicht der Fall“, so Schmitz, der bereits im Dezember vor einem „Schnellschuss“ warnte. Denn die baurechtlichen Planungen befänden sich noch im Anfangsstadium; zunächst muss der Flächennutzungsplan geändert und in einem nächsten Schritt der Bebauungsplan aufgestellt werden. In den Sitzungsunterlagen heißt es, diese bereits begonnenen Verfahren würden etwa ein Jahr in Anspruch nehmen.

Auch ein weiterer Knackpunkt kam in der Sitzung auf den Tisch: der Teich auf der Grünfläche, der ebenfalls im Zuge des DIEK-Projektes aufgewertet werden soll. „Dieser wurde als so hochkarätig eingestuft, dass eine umfangreiche Untersuchung notwendig ist“, informierte Schmitz weiter. Dieser grenzt an die Planfläche des Dirt-Parks an und es wird laut Unterlagen vermutet, dass es sich dabei um ein „relevantes Gewässer“ für verschiedene Tiere handele, die sich auch auf der Fläche des geplanten Dirt-Parks aufhalten könnten. „Diese Untersuchung wird bis in die zweite Jahreshälfte hinein andauern“, kündigte der Fachbereichsleiter bereits an. Ein Untersuchungsbericht sei zwingend für die Planungsunterlagen notwendig.

Da das Projekt aufgrund des benötigten planungsrechtlichen Vorlaufs erst 2022 umgesetzt werden könne, keine erforderliche Baugenehmigung vorliege, die Ergebnisse aus der artenschutzrechtlichen Prüfung fehlten und somit zum Zeitplan keine verlässlichen Angaben gemacht werden könnten, entschied sich die Verwaltung dazu, keinen Antrag zu stellen. Nun soll die nächste Antragsfrist zum 30. September genutzt werden. „Nach aktuellem Kenntnisstand bleibt es bei einer 90-prozentigen Förderung“, so Schmitz.

Reinhard Elsbecker (CDU) regte an, dass auch im weiteren Verlauf der Planungen weiterhin die Anlieger der rückwärtigen Bebauung „Am Bühlbach“ regelmäßig informiert und miteinbezogen werden sollten. Andreas Walde (Pro Coesfeld) betonte, dass es sich bei dem Dirt-Park um ein „tolles Projekt für Lette“ handele und wollte wissen, was passiert, wenn auch der 30. September als Frist nicht eingehalten werden könne. Baudezernent Thomas Backes: „Die benötigten Daten werden jetzt ermittelt. Der 30. September ist für uns ein absolutes Zieldatum, auf das wir hinarbeiten.“

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