Stadtrat gibt grünes Licht für Änderung des Flächennutzungsplans
Bürgermeisterin mit „zwei Hüten“

Coesfeld (ds). Mit großer Mehrheit (17:5) hat der Stadtrat die Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich „Kalksbecker Heide“ auf den Weg gebracht. Dort soll auf der grünen Wiese ein Baugebiet mit 80 Wohneinheiten entstehen.

Montag, 22.02.2021, 21:00 Uhr
80 neue Wohneinheiten sollen im Dreieck Kleine Heide, Kalksbecker Weg und B 525 entstehen. Foto: az

Junge Coesfelder Familien und „Rückkehrer“ wollten Einfamilienhäuser bauen und „nicht in vierstöckigen Bunkern“ leben, begründete Markus Köchling (CDU) das „Ja“ seiner Partei zur Entwicklung dieses Gebietes. „Wir tun uns damit keinen Gefallen, auch nicht den Coesfelder Familien, hier unwiederbringlich eine ökologisch wertvolle Fläche zu versiegeln“, hielt Sarah Albertz (Grüne) dagegen.

Für Verwunderung sorgte bei der Abstimmung Bürgermeisterin Eliza Diekmann, die sich der Stimme enthielt, obwohl die Verwaltung in der Vorlage Zustimmung empfohlen hatte. CDU-Fraktionschef Gerrit Tranel wollte von ihr wissen, wann denn die Bürger erfahren, ob sie für oder gegen dieses Gebiet sei. Sie verwies darauf, dass sie „zwei Hüte auf“ habe, als Chefin der Verwaltung und als Mitglied des Rates – als solches habe sie „auch eine persönliche Meinung“. Bei der „Kalksbecker Heide“ seien noch einige Fragen zu klären: „Das werden wir noch aufarbeiten.“ Im Gespräch mit der AZ ergänzte sie, dass sie in der Kürze der Zeit noch keine Gelegenheit hatte, sich eingehend mit allen Facetten des Projektes zu befassen, das ihr Vorgänger angestoßen hatte. | Kommentar

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