Entwarnung rund um die Bahnhofstraße
Bomben-Verdacht entpuppt sich als Eisenstange

Der Verdacht, dass ein Blindgänger auf einer Baufläche an der Ecke Bahnhofstraße/Meinertstraße befindet, hat sich heute Morgen nicht bestätigt. Bei der Freilegung kam statt der vermuteten Bombe eine etwa meterlange Eisenstange zum Vorschein. Somit gibt es Entwarnung für die Anlieger in dem betroffenen Bereich, eine Evakuierung ist nicht notwendig.

Donnerstag, 08.04.2021, 10:34 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 11:17 Uhr
Kira Evelt und Hubertus Brüggemann vom Ordnungsamt mit dem gefundenen Eisenteil. Foto: Stadt Coesfeld

„Die Eisenstange ähnelt einem Schildermast und hat am unteren Ende ein dickeres Metallstück. Bei der vorbereitenden Sondierungsbohrung war sie deshalb zunächst für einen Blindgänger gehalten worden“, informiert Hubertus Brüggemann, der den Einsatz für die Stadt Coesfeld vorbereitet hatte. „Das Metallteil ist völlig harmlos. Wir können den geplanten Einsatz absagen: Eine Evakuierung der Anwohner ist nicht erforderlich.“Wie die Stadt informiert, werden aktuell die bereitstehenden Einsatzkräfte vom Deutschen Roten Kreuz, der Polizei und der Feuerwehr sowie vom städtischen Baubetriebshof informiert.Die vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung beauftragte Firma hat die Fundstelle bereits geräumt. Dort können die geplanten Bauarbeiten zur Bebauung des bisherigen Garagenhofes nun ungehindert beginnen: Das Grundstück ist kampfmittelfrei.

„Die jetzt gefundene Eisenstange lag in einer Tiefe von bis gut anderthalb Metern senkrecht im Boden und da lag die Vermutung nahe, dass es sich um einen Weltkriegs-Blindgänger handelt“, informiert Hubertus Brüggemann vom Ordnungsamt. „Wir sind froh, dass der Fund harmlos ist und wir den geplanten Einsatz absagen konnten.“ Ein herzliches Dankeschön der Stadt gilt dabei besonders allen, die im Vorfeld an der Planung beteiligt waren und heute für eine mögliche Evakuierung bereitstanden. Bürgermeisterin Eliza sagt: „Es ist schön zu wissen, dass wir in herausfordernden Situationen von vielen Menschen mit echter Power unterstützt werden und uns so aufeinander verlassen können. Ich danke allen, die heute Morgen bereitstanden und uns wieder gezeigt haben, dass wir uns in Coesfeld absolut sicher fühlen können.“

Insgesamt hatten sich mehr als 150 Einsatzkräfte bereitgehalten, um bei einer Evakuierung zu helfen. Die Polizei hätte die Straßensperrungen gemeinsam mit dem Baubetriebshof übernommen, das Deutsche Rote Kreuz stand mit 70 Kräften bereit für Krankentransporte, Betreuung und die Verpflegung der betroffenen Anlieger:innen und der Einsatzkräfte. 13 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr und gut 20 Mitarbeitende des Ordnungsamtes und der Stadtverwaltung wollten die betroffenen Anlieger:innen informieren und den Bereich räumen.

Ein besonderes Augenmerk lag bei der Vorbereitung darauf, die Corona-Einschränkungen mit einzubeziehen: „Wir hatten uns darauf vorbereitet, dass wir bei einer Evakuierung Anwohner:innen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, mit Hilfe des DRK zu einer separaten Aufenthaltsmöglichkeit an die Kreuzschule bringen.“

Auch am Heriburg-Gymnasium hatten die Vorbereitungen bereits begonnen: Dort hätte eine Betreuungsmöglichkeit für Evakuierte eingerichtet werden sollen. Insgesamt hätten knapp 1.200 Anwohnerinnen und Anwohner im Radius von 250 Metern ihre Wohnungen verlassen müssen.

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