Darup
Die Natur liefert die Spielmaterialien

Darup. Das Wichtigste ist bereits im Überfluss vorhanden. Mit Stöckern, Ästen, Pflanzen oder kleinen Baumstümpfen haben die Kinder des neuen Waldkindergartens genügend Spielmaterialien, um ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Am 1. August wird der neue Waldkindergarten eröffnet.

Freitag, 19.07.2019, 16:26 Uhr
Beate Bunge (l.) und Heike Frieling (r.) machen es vor. Ab dem 1. August können Kinder der Waldgruppe den heimischen „Schröders Busch“ zum Spielen nutzen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Foto: Leon Eggemann

Die Vorfreude auf das neue Projekt wird bei Beate Bunge, der Leiterin des Kindergartens St. Marien, und Heike Frieling von der katholischen Kirchengemeinde Nottuln, immer größer. „Wir wollen bei den Kindern ein Verantwortungsbewusstsein für die Natur schaffen“, erklärt Beate Bunge das Konzept der Waldpädagogik. „Wir müssen heute Kinder in die Welt der Natur einführen, damit sie später gewissenhaft mit unserer Umwelt umgehen.“ Am Schröders Busch, nur knapp einen Kilometer von dem Kindergarten St. Marien entfernt, bieten sich dafür perfekte Verhältnisse. „Dieser Wald bietet pure Natur und alles, um die Kreativität und Fantasie der Kinder zu fördern“, freut sich Bunge.

Die Grundidee für den Waldkindergarten sei im Sommer vergangenen Jahres entstanden. „Seit 2011 bieten wir bereits im Frühjahr und im Herbst Waldwochen an“, verrät Bunge. „Dieses Angebot kam immer sehr gut an.“ Daraufhin sei unter anderem in den Gesprächen mit den Gemeinden, Förstern, Naturschutzverbänden und dem Landesjugendamt das Projekt realisiert worden. „Selbstverständlich wurden auch die Eltern an Infoabenden über den geplanten Waldkindergarten aufgeklärt“, ergänzt Heike Frieling. „Diese konnten dann entscheiden, ob sie ihre Kinder im Waldkindergarten anmelden.“ Durch die tolle Resonanz habe sich dann neben der klassischen Kindergartengruppe im St.-Marien-Kindergarten eine Waldgruppe gebildet.

Anfang August können die Eltern ihre angemeldeten Kinder nun direkt zum Wald bringen. „Ab 8.30 Uhr sind zwei Erzieherinnen vor Ort“, sagt Beate Bunge. „Beide machen derzeit noch eine Langzeitfortbildung zum Naturerzieher.“ Auf dem Rückweg Richtung Kindergarten, der zu Fuß, mit Lastenrad oder Transporter zurückgelegt werde, werden die Kinder von den Erziehern begleitet. „Dann wird mit allen Gruppen gemeinsam auf dem Hof Schoppmann gegessen“, ergänzt Heike Frieling. Bei Sturm, Gewitter oder massiver Kälte bleibe die Waldgruppe allerdings im Haupthaus.

Bis der Waldkindergarten eröffnet wird, bleibt in den nächsten Wochen noch viel zu tun. „Bestellungen wie Sitzmatten, Verbandskästen und Schnitzmessern schaffen die Rahmenbedingungen und werden bald eintreffen“, erklärt Beate Bunge. „Die Schnitzmesser nutzen die Erzieher für das Bearbeiten von Ästen zum Spielen.“ Eine ganz besondere Neuheit biete der Bauwagen im Löwenzahn-Stil, der der Waldgruppe zur Verfügung stehe. „Dort haben die Kinder einen Rückzugsort, wenn sie k.o. sind und eine Pause brauchen“, strahlt Beate Bunge. Dazu müsse noch eine Camping-Toilette aufgestellt und ein Querbaum entfernt werden, um den Weg in das Waldgebiet zu vereinfachen.

„Wir sind total froh, dieses Angebot zu ermöglichen“, lächelt Beate Bunge. „Besonders toll ist es, dass die Daruper Natur-Grundschule eine tolle Verbindung zum Waldkindergarten darstellt“, ergänzt Frieling. Natürlich bleibe zudem das Angebot der Waldwochen bestehen. Schließlich bietet der Wald genügend Spielmöglichkeiten für alle Kinder.

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