Darup
Äpfel im Brot und als Stempel der Renner

Darup. Kiloweise schleppen die Apfelpflücker und -Besitzer ihre selbst gezüchteten und selbst geernteten Äpfel zur mobilen Apfelsaftpresse, die das traditionelle Apfelfest auf dem Alten Hof Schoppmann wieder bereicherte. „Das sind so circa 200 Kilogramm, die wir bei uns gepflückt und hierher gebracht haben. Allerdings muss man sich vorher anmelden, damit man aus seinen eigenen Äpfeln leckeren Saft gepresst bekommt“, berichtet Daniel Engelhardt aus Havixbeck. Er ist einer von vielen Apfelbaumbesitzern, die ihre Äpfel herbrachten. Nur knackige Äpfel ohne Faulstellen werden in die Saftpresse gegeben. Das ist schon wahre Fließbandarbeit vom Pressen bis zum Abfüllen in Fünf-Liter-Kanister, die dort geleistet wird. „Wir zahlen fünf Euro pro Kanister und können das ganze Jahr über unseren eigenen Apfelsaft trinken“, freute sich Engelhardt über das Endergebnis.

Montag, 07.10.2019, 20:18 Uhr
Gespräche mit dem Pomologen Stephan Grote (l.), Landschaftsökologe und Apfelexperte, über alte Apfelsorten konnten die vielen Besucher von nah und fern auf dem Daruper Apfelfest führen. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Der Duft von Äpfeln zieht von der mobilen Apfelpresse über das ganze Gelände rund um den Alten Hof Schoppmann. Dazu gibt es viele interaktive Angebote, Probierstände und Informationen rund um den Apfel und rund um das Thema Naturschutz, organisiert vom IBP und vom Naturschutzzentrum Coesfeld, die dort beheimatet sind.

Stephan Grote, Landschaftsökologe und Apfelexperte, hatte eine ganze Reihe alter Apfelsorten mitgebracht, über die er informierte. „Man nennt uns Apfelexperten auch Pomologen. Die gibt es bundesweit. Uns geht es um den Erhalt und die Pflege alter Apfelsorten“, so Grote. „Die Dülmener Rose ist etwas später dran. Sie kann über vier bis sechs Wochen geerntet werden. Das geht beim Gravensteiner nicht. Der muss in zwei Wochen geerntet werden, sonst schmeckt er mehlig“, rät Grote einer Besucherin, die gezielt danach gefragt hat.

Für die kleinen Besucher gibt es ebenfalls viel zu entdecken und auszuprobieren. Mit einer Handpresse können sie eigenhändig Apfelsaft produzieren und trinken und mit Stempeln aus Äpfeln eigene Drucke fertigen. Und dann gibt es noch zahlreiche Informationen über Bienen und ihren Erhalt durch den Imkereiverein Nottuln und Umgebung, allgemeine Informationen zum Naturschutz, Bentheimer Landschafe zum Anfassen, Lagerfeuer mit Stockbrot und zahlreiche kulinarische Angebote. Das eigens kreierte Apfelbrot der Bäckerei Terjung aus Lüdinghausen ist ebenfalls ein Renner. „Seit Ostern 2019 sind wir der einzige Brot-Sommelier im Münsterland“, verrät Backstubenleiterin Katja Schmidt.

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